tramps like us, baby we were born to run...[Bruuuuce1975]

Anmerkung: Wir stellen das Blog jetzt wieder online, um noch ausstehende Korrekturarbeiten abzuschließen.
Ausserdem sollen später Inhalte dieses Blogs in das neue Projekt übernommen werden.

[Arbeitstitel] ukrainisch/russiche Notizen 2016 unter blogger


Freitag, 18. April 2014

In der Pfannkuchenbucht

Batchawana Bay
Gründonnerstag.Es hat wieder geschneit in der Nacht und es schneit gegen 09:00h noch immer. Was ist bloß der richtige Weg? Abwarten? Auf in die Sonne, heißt 2000km mal eben sich bewegen mit Rad und Tüdelüt.

Mal abgesehen, das ich mich canadisch betrachtet, am Rande der Zivilisation befinde, ist das technisch auch gar nicht so eben möglich. Mal eben in ein Fahrradabteil der Bahn gibt's nämlich nicht, abgesehen, davon das in dieser autoaffinen Welt, die Bahn ein Nischenprodukt ist.

Bleiben , in diesem Motel, never ever, bleibt nur eines, ruff auf den Sattel und los. Ich habe gestern beim erzwungenen Zimmerwechsel die Kaffeemaschine eingebüßt, das ist heute sehr ärgerlich. Draußen schneit es, es herrscht Berufsverkehr und ich habe Angst mit dem schweren Trecken auszurutschen und unter einem 10Achser zu geraten, aber die Angst stellt sich bald als unbegründet heraus, die rechte Spur gehört mir bald allein, alles fährt sauber in riesigen Bogen um mich herum. Einfach irre, da jammern die Kanadier über die Gefährlichkeit des radfahrens und jeden Tag werde ich hier mit Kußhand behandelt. (im Vergleich zu Deutschland)

Es läuft nicht und ich kontrolliere die Bremsen, irgendwie scheint jemand ins Rad zu greifen. Nach einer Stunde begreife ich, es ging immer sachte bergan und ich habe schwer am Essen geladen. Allein 3 kg Flüssigkeit führe ich mit, aber das Zeug ist so kalt, das kann man gar nicht genießen. Zwischendurch immer wieder saison bedingte geschlossene Motels. Die Motelluft wird dünner. Als der Scheitelpunkt erreicht ist, gibt es eine Herrenabfahrt mit 64km/h,  mehr als 4 km lang.
Herrenabfahrt

Liz and Bruce from Soo
Yeah und ich erreiche den ersten Pausenpunkt. Kaffezeit in Goulais River,  aber bevor ich vom Rad bin kommen schon Liz und Bruce schon auf mich zu. Beide sind hellauf begeistert und wir unterhalten uns lange erregt vor dem Kaffee. Auch sie sind öfter in Europa unterwegs, Liz's Schwester kommt aus Schwäbisch Hall. Es sind kanadische Outdoorer, Bruce zeigt mir stolz seinen Titan Wärmeofen, der ganze Wagen ist ein Outdoorlager, Eisschuhe für den See, ein Schlitten und vieles mehr. Die beiden wohnen in Soo. Bruce schlägt vor mich mit dem Auto in die Berge zu fahren, dauert nicht lange, er würde gleich wieder hier sein und er warnt, 6 inch Neuschnee da oben, das sei nicht schön, weiter oberhalb wohl mehr. Aber die Straßen sollen geräumt sein. Nein, trotz aller Schwäche zu Beginn, noch ist absteigen nicht drin. Die wichtigste Meldung von ihm ist jedoch, es gibt kaum Motels.
Goulais River Generalstore

Diese Generalstores sind meine Informationsbörse. Hier erfahre ich viel genauer, was auf den nächsten 25km passiert. Ein starker Kaffee und ich bin auf dem Weg. Die Strasse ist hier viel trockener.
Nächste Station ist McCauley's Motel in Goulais River, die vorletzte Station. Hier ist nicht mehr viel, McCauley betreibt ein Motel, ein Generalstore und ein Restaurant. Er wirkt ein wenig verschlagen und spricht Tacheles. Die oben an der Pancake Bay sind viel teurer, meistens voll und das Wetter wird schlechter. Nehmen sie dich nich auf, mußt du in den Busch. Ist meistens alles voll durch die vielen Bauarbeiter. Sagt's und schweigt.

Aber ich bin erst 45km gefahren und es ist erst 13:00h und dann macht er einen Fehler und nennt einen zu hohen Preis. Die Entscheidung ist gefallen, auf in die Pfannkuchenbucht. Zurück geht's dann nicht mehr. 31km Einsamkeit. Alle 20min ein Truck, seltener noch Autos. Und immer der Blick auf diese zugefrorene Eismasse. Ödnis, kein grün, nur Eis, soweit das Auge reicht, ich verfolge den Waldsaum aufmerksam, im Generalstore haben sie gewarnt, es dauert nur noch Tage, keinesfalls Wochen, dann sind die Bären da. Aber Meister Petz schläft noch, genau wie die Moose, die vielen Elche der Gegend, die nicht zu sehen sind. Keine frischen Spuren im Schnee. Es ist wärmer geworden und ich kann heute ohne Handschuhe fahren. Sting im Ohr, be your self, no matter what they say.
The Voyageurs' Lodge
Ich fahre in eiem weiten Schlenker am See entlang, kaum Hügel und erreiche gegen 15:00h The Voyageurs lodge.

Mc Cauley warnte, die sind viel teurer, also trage ich schüchtern mein Anliegen vor. The cheapest bed, maybe on a couch, aber es bleibt normalpreisig. Sogar billiger , als McCauley's Motel weiter unter.

Alle Ängste umsonst und doch, zweimal wurde ich unterwegs von fremden Autofahrern angehalten, die Lodge sei der letzte Stützpunkt vor Wawa.
Das bestätigt auch die Wirtin und sagt ab jetzt kommt 160km rein gar nicht. Null, njente, nada . Kann doch nicht sein, und doch, alle Motels dazwischen seien wittertungsbedings dicht. Nach der Lodge kommt nichts mehr.
Lake Superior
Ich bekomme eine urgemütliches Zimmer, die Heizung läuft und bin ratloser, denn je zu vor. Was tun? 160km sind ein Wort bei diesem Wetter, eine Halbmarathon Strecke, nicht, das ich das nicht leisten kann, letztes Jahr bin ich Oder Neiße in 3,5 Tagen gefahren, aber nicht mit dem Trecker und nicht im Winter. Es gibt keinen Rat. Und vor allem, was kommt nach Wawa? noch sind es gut 640km bis Thunder Bay. 
Hier oben ist das Land schon sehr dünn besiedelt, keine 2,5h mit dem Auto von Toronto entfernt.
Die großen Parks öffnen nicht vor Mitte Mai, ich bereite mich auf eine Ncht im Freien vor.
Es gibt an diesem Abend keine Lösung, außer ich finde sie auf der Strecke. Oder ich bleibe über Ostern hier. Ich verabschiede mich von Ellinor auf ungewisse Zeit, melde mich wieder, sobald ich kann.
Ontario bietet alles, Berge, Abfahrten, Einsamkeit, alles Dinge, die ich frühestens für die Rockies geplant habe.
Frank
Draussen treffe ich Frank, hier wird nicht einfach so getankt, hier gibt's noch Service und Scheibenwische plus Kundengespräch, ihm gehört die Lodge und ich frage ihn , ob ihn die Einsamkeit gefällt. Im Winter ist es sehr einsam hier in der Pfannkuchen Bucht, die in der Sprache der First Nation Batchawana Bay heißt. Du bist der erste Radler dieses Jahr, der hier hochkommt, warum machst Du das? Ob er wenigstens eine gute Sauna habe in seinem Haus, nein, sagt er ohne Bedauern, eine Sauna habe er nicht. Aber einen heißen hot tub, sowas wie 'ne Großraum-Outdoorsitzbadewanne.

[es kann also gut sein, das es etwas dauern wird, bis ich mich wieder melde]

Anine nee jee[Hello, my friend]

John, Native, Objibway
First Nation.Wir müssen nochmal kurz zurück zu gestern, ein komplexes Thema begleitet mich seit Sudbury und eigentlich gibt es keine Möglichkeit ihm gerecht zu werden.

Spätestens seit Sudbury stehen sie an der Strasse, die Ortsschilder mit dem Zusatz First Nation. Gemeint sind die Urbewohner dieses Landes. Ich hoffe, ich bringe das jetzt richtig wieder, nicht zu verwechseln mit den ersten Menschen in Kanada, den Inuit Völkern, die über die damals herrschende Landbrücke aus Sibirien nach Alaska rüber machten und die dann im Sammelbegriff First People genannt werden.
Wikipedia.org First Nations
Was nützt der schönste Sonnentag auf dem Hwy 17 west, wenn nichts von Land und Leute zu sehen, weil der Hwy autogerecht in die Natur geplanzt wurde,  also rüber auf den alten Highway, nun genannt Hwy17B.
Während ich Fotos vom Lake George mache, nähert ein Stahlross Reitersmann. In Deutschland nicht erwähnenswert, hier etwas besonderes. Man sieht sie so selten.
Wir kommen ins Gespräch und es ist John, der sagt, I am native, Ojibway, you are here in a Reservat. Da ist es wieder, der mit allerlei behaftete Jungentraum, ich will Indianer sein. Cowboy und Indianer. Und plötzlich steht er vor mir. John, vom Stamm der Ojibway, 71 Jahre, ex Polizist, ex Highway Maintance Arbeiter, im alten Ostpreussen würde man ihn Chaussee Kratzer nennen. Klingt viel schöner, als Autobahnmeisterei.
Gardenriver.org
John fährt jeden Tag mit seinem 30jahre alten Rad, um fit zu bleiben. 10min smalltalk mit einem echten Indianer und ann geht's hinein ins Reservat. Plötzlich wirkt dieser Landstrich anders. Im Indianerland, jenseits der Garden River  in Sichtweite liegt Amerika. Und ich denke an Winnetou, die romantische Darstellung der guten Indianer. Für Kanada fallen mir nur John. F. Coopers Lederstrumpf ein, Chingachcook, der letzte Mohikaner, Irokesen und Huronen...

First Nation Police
Eine düstere Verfilmung mit Helmut Lange im Jahre 1969. Nicht so gutmütig wie Karl May's Winnetou.

Sie lebten in diesem und von diesem Land lange, bevor der weiße Mann kam und es hat sehr lange gedauert, bis der weiße Mann, seinen Urbewohner den ihnen zu stehenden Respekt zu billigte.Über Jahrzehnte verfolgt und versucht in ein weißes System hinein zu pressen, dauerte es bis in unsere Zeit, bis die First Nation mit einer Menge autonomen Rechten ausgestattet wurden. Im Reservat der Ojibway, gibt es ein eigenes Gesundheitszentrum, eine eigene Polizei. Sogar eine First Nation Gasolin Station, als ich dort zum Kaffee Station, gibt's weitere Denkanstösse. Die Tankstelle hat 365 Tage Betrieb, kein Weihnachten, kein christliches Halleluja.
Tankstelle

Es fehlt der Platz sich dem Thema tiefer zu wenden, aber spannend wars doch, Ich hätte gerne von John mehr über die soziale Lage der Garden River First Nation erfahren, 10min sind schnell vorbei und er versucht mir mehrmals hello my friend in seiner Sprache bei zu bringen, allein, es klappt nicht recht.
Anine nee jee.

Danach schnell weiter nach Ste. Sault Marie, heute lief es gut und ich leiste mir den Luxus, mehrere Motelpreise zu vergleichen. Aber viele Motels sind nicht besetzt. Es gibt einen Preis um $60+ Tax, daran hangeln sich alle entlang. Ich lande im Bel Air.

Highwaybrücke in das Land der Freien
Großer Name, großer Fehler, tatsächlich im web gerühmt, ist das jetzt der erste Fehlgriff. Ich glaube ich bin hart im nehmen, aber in diesem abgewohnten Etablissement fehlt eine gewisse Putzkraft. Es ist das erste Mal, das ich ein anderes Zimmer verlange. Und ich bin deutlich in meiner Sprache. Aber auch in diesem Zimmer liegen noch die langen Haare meines Vorbettbenutzers.

Heidernei, das ist schon ärgerlich, einfach unter die Räder gekommen zu sein,  als es dann am Abend und in der Nacht keine Ruhe draußen gibt, weil permanent etwas be -und entladen werden muß, ist die Schönheit des Tages endgültig dahin.
Pech gehabt
Jeder muß sehen, wo er bleibt, das ist anscheinend auch im harten Motelgeschäft in Soo notwendig. Schön ist da am Morgen den Schlüssel nicht persönlich abgeben zu müssen, sondern einfach in den Briefkasten zu werfen. Das erspart mir den nochmaligen Kontakt.

Donnerstag, 17. April 2014

Frühstück bei Bobbers

Sponsorenfrühstück
Sponsorenfrühstück [zunächst eine Rand- bemerkung: jeden Tag verbringe ich mehr als 1 Stunde damit, herauszufinden, welches am nächsten Tag erreichbar ist. In nächster Zeit sind deutlich weniger auf der Strecke markiert, es könnte also sein für die, die öfter mitlesen, das die Berichterstattung stottert.]
Nun aber, als ich wach werde herrschen draußen, durch die Holzwand getrennt , 1 Meter neben mir, -10°. Macht somit einen Temperarturunterschied von 28° aus meinem kuscheligen Bett betrachtet.

 Herje, geht das denn gar nicht vorbei. Aber heute ist ein besonderer Tag und somit verplempere ich nicht viel Zeit mit zusammenpacken, denn ich habe eine Einladung zu einem Sponsorenfrühstück und das ist gleich nebenan. Bei Bobbers.[...damit Du Dir wenigstens abundzu ein Frühstück leisten kannst] Um 08:30h brummt der Laden bereit. Bobbers hat mehrere Erwähnungen beim Tripadvisor, ein Grund, die Sache selbst zu schmecken. Alle paar Minuten kommen Leute auf der Durchreise zu einem eat-in.

Ich stehe etwas schüchtern und will den Schüssel abgeben, how was your stay- super, aber weiß gar nicht was ich bestellen sool. I give you a menu. would you like a coffee? und schon schwappt der Schwarze herüber. Hier ist Zeit Geld und ich beschleunige, indem ich einfach Menu 2 für $7,40 order.

Werbung für russische Seele auf der Grenzbrücke
Und schon hab ich den Salat, alles wird hier einzeln verhandelt, für Eier gibt es allein 6 Adjektive, davon kenne ich nur zwei und bin versucht zu sagen naja, eben ein Mirroregg, was heißt bloß Spiegelei auf englisch. Dann weitere 4 Möglichkeiten für den Schinken oder die Wurst und weiter 3 für das Toast. Irgendwann gebe ich auf, make it as usual, machet wie immer, hier ist der Gast noch König und keine 5min später ist das Bestellte auf dem Tisch. Hat dann auch super geschmeckt, Butter gab's keine, das Toast schwamm auch bereits im Fett. Vielen Dank liebe Sponsoren für dieses leckere Frühstück.

Ste. Sault Marie, die can./amerik. Schwesterstadt am Sault River ist das heutige Ziel. Nur 65km. Die Motel Lage gut, ich könnte in 5 Stunden da sein. Draußen herrscht um 9:30h immer noch eine eisige Temperatur. Aber der Wind hat nachgelassen und es wird ein lässiges Fahren in der Wintersonne.

Und dann kommt der Super Gau des Tages, lautstark von hinten angekündet und das Material versagt. Seit 5 Tagen bin ich im Amish Land, siehe auf den Stichstrassen die roadsigns, die Spuren der Landauer in der weichen Bankette, aber die fahrenden Buggies habe ich bisher nicht gesehen. Dort, wo ein Auto auf dem Hof steht, kann es nicht sein, und in die kmlangen Stichstrassen will ich nicht fahren. Aber irgendwie müssen die Amish doch auch mal unterwegs sein.
Amish Pepole Produkte klassischer Handwerksberufe

 Und dann kämpfe ich mich einen Hügel hinauf, pfeife aus dem letzten Loch und Hufgeklapper überholt mich, reiße die Kamera aus der Jacke und... die Kamera gibt das Bild nicht frei. Alssie endlich auslöst, ist der 1PS bereits zu weit weg. Ich hätte die Kamera am liebsten in den Mund gesteckt. Damit hat sich das Kapitel Amish dann wohl erledigt.
Roadsign

Ich hätte was dafür gegeben wenn sich ein spontaner Kontakt entwickelt hätte,  das einmal selbst sehen, ihre bewunderswerten, erhaltenen, archaischen Lebensformern in einer modernen technologisierten Welt, die Geld, Profit und Karriere als Lebensmaxime verkündet und in der nicht wenige straucheln.
Aber vielleicht war es auch eben zu idealistisch gedacht, einfach hier in Central Ontario auf einen Hof zu fahren, Hi ich bin der Frank, wie gehts, wo den Amish nicht einmal ein Telefon im Haupthaus erlaubt ist und sie zum telefonieren in die Scheune müssen, selbst Fahrräder als zu Fortschrittlich gelten und jede Art von moderner Elektronik verboten ist.
Highway 17 west life is a rollercoaster


Mittwoch, 16. April 2014

Schneedienstag

Eldo Inn 08:00 Blick aus dem Fenster
Vorweg: Ich will keinen Trost und kein Mitleid.
Dafür habe ich meinen Mentalcoach, der mich jeden Tag auf neue wieder aufbaut.
Ich habe mich selbst eingeladen zu diesem Unternehmen und nun muß die Suppe eben ausgelöffelt werden, bzw. eben durchgefroren werden.

Und im Grunde sind es eben Luxusprobleme, meine Freunde arbeiten hart und haben nur äußerst bedingt Verständis dafür, das einer durch die Welt tobt und über kalte Hände klagt. Also bitte,....

Ich komme den Bären näher
Ich versuche die Gefühle des heutigen Tages zusammenzufassen, aber es fällt mir wirklich schwer, den Frust des Tages in Worte zu fassen,  auch wenn ich nach einer kochend heißen Dusche mit direkt anschließem Bad in der viel zu kleinen Kinderbadewanne wieder hergestellt bin und nun vor einem warmen Radiator in Bobbers Motel sitze.

Wenn ich gestern bei diesem Weltuntergangsregen geglaubt hatte, nun wäre der Tiefpunkt erreicht, hatte Ontario doch an diesem Morgen noch eine Schüppe draufgelegt. Wir bekamen 3cm Neuschnee, gerüchteweise soll es in den Bergen deutlich mehr gewesen sein.
Ehrlich, so allmählich fällt es mir schon schwer, mich für eine weitere Etappe aus dem warmen Raum zu quälen. Draußen herrscht ein eiskalter Nordwind. Ein dickes fettes Tiefschwein sitzt direkt auf Ontario und kommt nicht einfach wieder hoch.

Guten Morgen Deutschland mit Zapfen
In dieser Erwartung habe ich 75km geplant bis in alter Minenstadt Bruce Mines. Danach kommen keine Motels mehr. 75km, aufgeteilt in 3 Etappen mit jeweils einem Stop an einem Generalstore. Macht rechnerisch 5h. Auf dem Papier eine lösbare Aufgabe. Aber die ganze Selbstsuggestion funktioniert an diesem Tag schon bald nicht mehr. Der eisige Wind bläßt aus nord also schräg re von vorn auf die Brust. Alles was die Nasenschleimhäute so von sich geben friert entweder an der Wange fest oder bildet einen ordentlich Zapfen am Bart. Die Hände schreien, ich kann kaum den Lenker festhalten. Zuhause habe Winterhandschuh. Später werden es knapp 7Stunden sein.

Generalstore Iron Bridge
Erste Pause im Generalstore in Iron Bridge. Warmer Kaffee für $1,52 und winke nur ab, als die freundliche Indocanadierin fragt hey, how is your day? Beschissen!

Es gibt Tage, da gehen einem diese Smalltalk Allüren auf die Nerven. Ja, ist alles ganz anders dieses Jahr, normalerweise... Und du denkst nur, halt.... Immerhin reicht sie ein Tempo und macht mich auf den Zapfen am Bart aufmerksam, bevor ich mich zu den anderen Gästen setze.

Dort sitzt schon Andy und seine Frau. Er ist Minenarbeiter in Elliot Lake gewesen, Uranmine, und mich durchzuckt sofort Wismut!, aber er scheint altgeworden zu sein, trotz Uranmine. Nun sind die beiden auf dem Weg zum Hörgeräteakustiker, noch 37km, unser Gespräch ist so laut, das es jeder hört; hier machen sie immer Station, das sei ihr Kaffeehaus. Naja, gibt auch Leute in Deutschland, die sich zum Biertrinken an einer Tanke treffen.Dann geht's weiter und es wird trockener. Dafür kälter und windiger. 27km bis zum nächsten Halt. Thessalon Das Motel soll 89+Tax kosten, zu teuer an diesem Tag. Ich greiffe tief in die Suggestions-Trickkiste, nur 5km Abschnitte berechnen, nur 5km, das muß doch gehen.

Dienstag, 15. April 2014

Regenmontag

Dauerregen Espanola 08:00h morgens
Ich kenne wenige, mich eingeschlossen, die großartigen Spaß dabei empfinden, eine längere Fahrradtour im Dauerregen zu machen. Regen ja, aber bitte nur in Maßen. Ich konnte auch Radreisen im Winter noch nie etwas abgewinnen. Die Kälte, ne das ist nicht mein Ding. Zuhause unternehme ich Tour außerhalb der vier Wände frühestens bei +10°.
Deswegen f.... es mich zur Zeit so, das ich zur Zeit gerade unbewußt eine Winterreise  gebucht zu haben scheine.

Für Fahrradfahrer 5min meint 100/12 = mind. noch 30min
Da kommt was auf Dich zu hatte Ellinor gewarnt. Paß auf die K- Woche auf. Hier in Kanada wird der Beginn der Woche streng mit dem Sonntag gestartet.  Und heute am 2. Tag der Woche gab's richtig was auf die Mütze. Um es kurz zu machen, es herrschen hier im supolaren Raum  gefühlte Minusgrade, ich war 8h auf dem Rad, davon regnete es die ersten 5h, wie aus Kübeln. Danach wurde es etwas trockener, in der 6h leichter Hagel und Schneefall, dann machten sich die Wolken aufgrund des starken Windes aus dem Staub. Jetzt in 20. Stunde des Tages schneit es wieder.

Nochmals, jeder behauptet hier, letztes Jahr war richtig schön unddie Krokusse blühten schon. Je länger ich unterwegs bin, desto außergewöhnlich lang ist dieser Spätwinter. War es zu Beginn nur der schlimmste Winter seit 20 Jahren, sind wir jetzt schon inflationär gesteigert beim schlimmsten Winter seit 40Jahren. So schnell kann das gehen.

Natürlich nicht wissenschaftlich überprüft.


Kurz nach Espanola taucht im Dauerregen die Werbetafel meines heutigen Motels auf. Eldo Inn, nur 55min. Jeder Tag ein Schlag ins Gesicht. Nur 55min. Aber nicht für Fahrradfahrer. Denn sie rechnen hier eben anders. Da die Höchstgeschwindigkeit meist max.100km/h beträgt, sind also 60min 100km und 55min entsprechend weniger.

Zum Schluß kam das Schild nochmal, nur noch 5min und dann links. Der Fahrradreisende brauchte übrigens heute gute 7 Stunden.

Viel zu erzählen gibt's ansonsten heute nicht, außer das ich ein wenig enttäuscht durch das Amisch Land gefahren bin und mindestens auf 3 Buggies gehofft hatte. Den Amischen ist der Besitz und das Fahren eines PKW's verboten, also hoffte ich auf einige Schnappschüsse auf dem Weg durch die Kleinstädte am Wegesrand, aber entweder war es den Zossen zu kalt, oder Amische fahren hier auch Ford Pickups.

Gestern habe ich glückliche Menschen im canadischen TV gesehen, sie saßen draußen im Freien, die Sonne schien und sie hatten keine WInterkleidung an. Vancouver muß in Australien liegen, oder mindestens auf dem Mond, aber nicht in diesem Land. Hier ist es seit 3 Wochen subarktisch.

Das schlimmste ist, ich meinen Frust nicht loswerde. Wen soll man auch anschreien, wenn man triefend, vom Wind zerzaust auf dem Rad sich die Handschuhe auswringt. Oder beim Kaffeekaufen die Service kraft einem beim geldzählen helfen muß, weil die Finger so gefroren sind. Wie ein alter Mann.

Dabei ist die Landschaft hier so derartig eindrucksvoll, das mir einfach die Superlative ausgehen. Wenn ich mir mir nur eine Sekunde vorstelle, wie das wohl bei +15° aussehen könnte, Natur soweit das Auge reicht. Ein eindruckvolles Land zum fahrradfahren. Wenn bloß dieser  v..., eisige Wind nicht wäre.
Lake Lauzon 11km östlich von Blind River


Montag, 14. April 2014

Regensonntag

Sonnenenergie Werbung, In Ontario gehen sie wohl Pleite
In den Männerladen am Sonntag. An diesem Tag gibt's wieder nichts zu gewinnen. Um diesen Tag am besten zu beschreiben, hier eine grandiose Weisheit, meiner Mutter, die ich kleiner Junge gelernt habe.
Wenn der Regen Blasen schlägt, hört's bald auf zu regnen. Und außerdem  muß man nur lange genug den Himmel absuchen, dann entdeckt man bestimmt eine helle Stelle und freut man sich; sieh', da vorn wird's schon heller. 
Um es kurz zu machen, es wurd' nicht heller und hörte schon gar nicht 65km lang auf zu regnen. Los ging es im leichten holsteiner Niesel, mit einer gehörigen Portion Mitleid der Red Carpet Wirtin. Nach 23km schlug der fiese Niesel dann um in einen erdigen Landregen. So sollte es auch bleiben. Viel gibt's ansonsten nicht zu berichten von diesem Tag

Hwy 17west soft shoulder
Außer, das die Nummer heute auf dem 17er west alles andere als witzig war und ich meine nicht nur den Regen. Sie hatten ja alle gewarnt, heute war das erste Mal der Ernstfall da. In Kanada herrscht kein Sonntagsfahrverbot für Trucks und der 17er ist hier ganz schlecht ausgebaut. Weiche Bankette, sogenannter soft shoulder und nur 3 Fuß breit Randstreifen geteert. Alles nicht dramatisch, wenn dieser verfluchte Regen nicht gewesen wäre. Bei aufpeitschender Gischt der Vorausfahrzeuge, schlechter Sicht, Endgeschwindigkeit der Trucks und wenig Platz, war das 4 Stunden lang ein heißer Ritt.
Trotzdem wieder mal ein großes Lob an die canadischen Trucker.

Sonntag, 13. April 2014

Deutschlands Autofahrertraum

Building a better Ontario. Alles hängt an diesem Tag davon ab, ob sie mich auf dem Hwy 69 weiterfahren oder mich 30km vor Sudbury verscheuchen.
Von Norden nach Süden verbreitern sie den Hwy, Multi-lane Hvy heißt das dann, da haben 14km/h Fahrzeuge nun wirklich nichts zu suchen.

Aber zunächst gibt's ausreichend
Kaffee auf Kosten des Hauses, ein Motelstandart  Die stromfressende Heizung hat über die Nacht gut gearbeitet. Das merkt man spätenstens, wenn man den Kopf nach draussen steckt. Um 09:00h ist da noch kein Frühling zu sehen. Alles grau in grau, die Temperatur um die 3°. Es herrscht kein Verkehr, die riesigen drohenden Schilder wirken völlig überzogen. Alle 15min kommt ein Truck des Wegs und sie weichen aus, wie die Weltmeister. Immer wieder schrecke ich deshalb aus den Träumen auf, wenn Gedenksteine tödlicher Unfälle am Strassenrand auftauchen. Wie kann das sein? Hier? Wie können hier so viele Leute so jung auf dem Hwy verrecken? Doch nicht bei dem bischen Verkehr. Bill war erst 24.

Der grüne Salon ist nicht an die Welt angeschlossen



Canadian Pacific
7h auf dem Highway. Das erste Geräusch, von dem ich wachwerde, ist das scheibenkratzen meiner Nachbarn, 4m von meinem Bett entfernt. Kanada steht auf; das zweite Mal ist die Canadian Pacific der Übertäter, das Zimmer scheint zu vibrieren. In 50m Enfernung überquert in 10m Höhe ein Güterzug das Tal, in dem dieser Stadtteil liegt. Signalhorngeschreische inklusive. Das dauert 4min. Eine nicht enden wollende Menge an Güterwaggons mit Doppeldecker-Containern zieht an meinem Appartment vorbei. Die Eisenbahn hat den Westen Canadas erobert. 
Mehrfach am Tag treibt Canadian Pacific endlose Güterzüge, gezogen von 3 Lokomotiven durch die Region. In Sudbury muß ein  XXl-Maschen liegen. Zwei Stunden später um 08:00h steht das gelbe Schwein schon hoch am Himmel. Ein herrlicher Spätwintertag, so als würde die Sonne fragen, ich bin bereit, wo bleibst Du?

Ja, ich hänge, meine Begeisterung hat in den letzten Tagen gelitten, auf den Boden der Tatsachen zurück geerdet. Die letzten grauen Tage waren nur Pflichtprogramm, die Kür kommt dann irgendwann später, aber heute ist das anders. Ich fange an mich zu beeeilen. Jetzt noch schnell ein Continental und dann los. Leider ist der Kaffee so dünn, das ich das weiße Plastikmesser am Grund sehen kann. Und mein change, I give you your change tomorrow, vom Vortag ist nicht auch nicht aufgetaucht. Egal, die laue, schwarze Brühe mit Erdnußbuttertoast heruntergespült und los.Draußen schreit mich der erste aus seinem Auto an eyh', keep your wheels on the ground. Yeah,man so wird das sein.

Freitag, 11. April 2014

Moose roadsign

das erste Elchschild, schon mal Maß genommen, Mann sind die hier groß
It kütt wie et kütt, ich bin im Moment von so vielen Dingen abhängig, das selbst die banale Begebenheit am Strassenrand mich aufmuntert.
Missmutig losgefahren, der Himmel grau, der Wind kalt irgendwo von der Seite und ich hadere, sollte ich heute Wind im Rücken haben? und dann das fehlende Grün überall. Das Auge gewöhnt sich an grauweisse Seen, grauen Himmel und graue Strassen.

Und das Alleinsein. Heute habe ich wieder den Player ausgepackt. Vivaldi, die 4 Jahreszeiten und immer nochmal von vorn. Es dürfen heute nur wenige KM mehr als 50  werden, das nächste Motel kommt erst wieder mit einer großen Strecke.

Hammar's Generalstore, einer für alles+Hot Coffee
Und dann lasse ich mich fallen und entdecke in dieser Landschaft einmal Finnland. Lappland. Ja, die vielen Seen, einsame Pisten zwischen Rovaniemi und Inari, diese vielen abgestorbenen Bäume, die klagend im Eis stehen. Im Sommer ist hier bestimmt Moor. Und dann kommen die Mücken. So wie in Lappland. Kaum ein Auto auf dem Highway 169, der durch vom Felsen freigesprengte Hügel bis an den TCH führt.  Es berührt mich tief hier die Natur zu erleben.

Ich bin in Träumen auf den verschieden Reisen durch das Land der Samen, als plötzlich neben mir ein Pickup rollt und der Fahrer alles klar? schreit. Ich bin nicht ganz sicher.
Der Finne aus Oulo



 Er stellt einfach den Motor ab und dann die typische Frage, wo willste hin, Vancouver, BC, hm, wann willste denn da sein, so ungefähr Ende August, hört's, grinzt und schlägt auf das Lenkrad. Wo ich herkomme, City of Hamburg und dann sagt er einfach Oulu. Oulu, das ist Finnland, die Hafenstadt am bottnischen Meerbusen, meist ebenfalls 6 Monate eingrfroren. Tervetula und alles ist hier wie Soumi schreie ich durch das Wagenfenster, ich war schon öfter da und sein Gesicht erhellt sich. Mit der linken Hand winkt er lässig den Verkehr an ihm vorbei, er steht fast strassenmittig. Niemand regt sich hier über sowas auf, dann aber muß er weiter und ich bleibe allein zurück. Finnland. A few moments that brides up your bad day.
Hockey ist in Kananda alles und eine ihrer Legenden heißt Bobby Orr
 
cheapest Motel of the day: Midtown Motel
Gegen 13:00h erreiche ich das Midtown Motel. Indischcanadischer Familienbetrieb. Zugegeben, es hatte schon mal bessere Tage. Aber der erste Eindruck täuscht. Eine fröhliche Chefin macht den checkin und wieder tut es mir leid, es nicht anders mit dem Buchen geschafft zu haben. Von den kläglichen Einkünften, verlangt booking.com seinen Obulus, ohne das es für mich einen Benefit hat.
Room 104, natürlich downstairs. Eine riesen Halle, wahrscheinlich mehr als 30qm, absolut sauber,  2 Queens, Fridge, sogar ein Cointinental am Morgen für 36€. Der zweite Pluspunkt an diesem Tag.

Doch es geht mir nicht gut, einiges fehlt mir, auf vieles kann ich verzichten, ich kann auch leiden, aber das Mentale wird von Tag zu Tag schlimmer. Mentalsubstanzverlust.

Von Freiheit ist im Moment nicht viel zu spüren. Vieles unterliegt zur Zeit gewissen Zwängen und es ist eben nicht damit getan, sich jeden Tag auf Neue zu sagen, stell' Dir vor Du müßtest jetzt jeden Tag arbeiten, genieß' es doch einfach, so wie es ist.

Donnerstag, 10. April 2014

Enjoy the silence

Der erste Schwarzbär in Kanada
Der erste Schwarzbär in Kanada. Morgens um 10:00 Noch ziemlich früh für diese Zeit, richtig groß und ließ sich sogar streicheln. Okay, war 'nen Gag, wirkte aber echt, als ich es Ellinor erzählte. Hab den ersten Schwarzbären gesehen. Stand am Highway 11 und gehörte zur Deko eines Wummenladens. Und während ich so stand, kamen tatsächlich einige mit ihren Wummen ins Geschäft.
Ansonsten machen sich diese Shops hier reichlich rar.

nun ist alles klar, wer für die momentane Situation verantwortlich ist
Irgendwie sind Radfahrer hier wohl behütet in Ontario, kommen erst aus ihren Verstecken Mitte Mai und damit gilt, wenn nichts vorhanden, braucht man auch nichts verbieten. Wenn also keine Wege zu finden, 'rauf auf den Highway, keine Verbotsschilder zu sehen und los gehts. 22 km bestausgebaute Autobahn. Die Frau vom Wummenladen ist voller Sorge. Ganz gefährliche Nummer hier, nun, als ich nach 22 km den Highway ziehen lasse, denke ich nur, fahre einfach mal die B105 am Freitagnachmittag, Selmsdorf-Dassow, und dann erzähl mir das noch mal. Zugegeben schön ist das nicht und kein Laster hat seitliche Überrollsperren, wie bei uns vorgeschrieben, aber in diesen 12 Tagen Highway-Aktivität habe ich mich noch nie so sicher gefühlt.

eine unzählbare Zahl zugefrorener Seen
In Daugavpils/LV hatte ich mein prägendes Erlebnis vor 4 Jahren, als der Platz für 2 Laster und einen Biker eben nicht reichte und die einfach von ihrer Hupe Gebrauch machten. Ich hab das ziemlich schnell verstanden, und außer einigen Verwünschungen im Straßenstaub, hatte ich nichts zu bieten.
Hier ist das wahrlich anders, diese Gigaliner geben sich sichtlich Mühe, wo es nur geht. Fahren lässig auf die 2. Spur, obwohl reichlich Platz ist.

Mittwoch, 9. April 2014

Nur nicht jetzt schon aufgeben

yours to dicsover
Was nützt das beste Queensize Bed, wenn nach Ausstellen der riesigen Klimaanlage um 04:00 morges die Kälte durch die dünnen Wände kriecht. Das Gebläse der Klima ist so laut, das man nicht dagegen anschlafen kann.

20min 9km/h bergan, und der Berch nimmt keine Ende
Seit 04:00h schneit es unaufhörlich, später wird man sagen, im Norden hat es 20 cm Neuschnee gegeben. Als ich mich auf dem Weg mache wünscht mir Jay alles Gute. Ja, letztes Jahr[...]- ach Jay, ist schon gut, inzwischen habe ich einen ganzen Sack davon auf dem Rad. Take care, Buddy. Da ist der Typ in dem Sportwagen mit Zigarillo an der Ampel neben mir schon autentischer und meint so was wie, Buddy, nicht Dein Tag heute, was? Ein Land der Buddies,  3°, immerhin plus, für mehr als 60 km
war heute keine Motivation herzuzaubern. Winter in Ontario.  3,5 Stunden Graupel, Regen, Hagel, das ganze Programm, werde ich an diesem Tag nehmen, erst kurz Orillia steigen die Wolken ein wenig.

Mellenkamp kommt
Nach 20 km Hwy 400, wie erwartet keine Bikes und Fußgänger, aber auch sonst ist hier wenig los. Ich könnte so mitfahren, wahrscheinlich sogar recht gefahrlos. In Russland, vor St. Petersburg, 2013, sah die Sache letztes Jahr deutlich anders aus.
Immer wieder durch typische Siedlungen, dann wieder alles verwaist. Wie im Winterschlaf.


Dienstag, 8. April 2014

Crosscanada-Fahrerin getroffen

Katie
Rauchmelder sind eine sinnvolle, großartige Erfindung, sie bewahren Menschen davor im Schlaf ungesunde Luft einzuatmen. Ich habe in meinem Haus einige dieser Dinger verbaut.
Wenn aber so ein Diskus ausgerechnet um 02:06 am anfängt über Batterieschwäche zu klagen, steht man vor dem Gerät und will es unter Gewaltandrohung von der Wand reißen.

Am nächsten Tag kocht Chef Aeki in seinem Office dafür persönlich den Kaffee und hat etliche Fragen über Deutschland.
Coca Cola Weihnachtstruck im April

Mit Mineralwasser, Leitungswasser ist absolutely ungenießbar. Warum Fahrradfahren in Canada, Germany is too overcrowded. Und dann kann er sich kaum vor Lachen halten und sagt nur man, India ist really overcrowded. Es wird endlich Zeit sich den europäischen Blick abzugewöhnen.
Noch keine Strandbeobachtung, Hunde vom Eis fernhalten

Montag, 7. April 2014

Paul from Panjab Eastindia

Paul from Panjab

Die Badewanne im Motel ist so klein, dass ich mich frage, ob es auch Kinderbadewannen gibt. Ich bin jedoch von dem Gedanken eines heißen Bades fasziniert und lasse das Ding bis zum Rand heiß volllaufen. Jetzt nur nicht bewegen.

Am nächsten Morgen ist die Welt wieder gerade gerückt. Der Sturm hat sich gelegt und weht nun als lauer Schubwind aus südwest. Ein klarer Wintertag. Die Sonne hat einfach keine Kraft. Ob das gelbe Schwein nun am Himmel steht, oder nicht, es wärmt nicht. Ich habe seit gestern 3 Schichten über dem Helm gezogen, aber ich fahre wie mit einem Dauer-Coolpack.
am Beginn des Amish Siedlungsgebiet