tramps like us, baby we were born to run...[Bruuuuce1975]

Anmerkung: Wir stellen das Blog jetzt wieder online, um noch ausstehende Korrekturarbeiten abzuschließen.
Ausserdem sollen später Inhalte dieses Blogs in das neue Projekt übernommen werden.

[Arbeitstitel] ukrainisch/russiche Notizen 2016 unter blogger


Mittwoch, 26. März 2014

Toronto - Besorgungen

Alldays Hostel Selby Street
Tag 2, Toronto, 07:43 am
Die wichtigen Erlebnisse des gestrigen Tages kurzgefasst:
*größten Mobilfunkanbieter besucht,
*die Bloor hochgelaufen bis nach Korea,
* das Äquivalent des Rigaer Central Marktes besucht,
*An der Universität entlang zu den Hochhausschluchten des
   Finanzdistrictes,
* Globetrotter in Canada besucht,
*den größten Buchladen der Welt,
*Kommunikationsprobleme bei Mcdoof
*Aldi entdeckt
Festgestellt, das am Abend das Netz hier im AllDays zusammenbricht, weil alle noch mal schnell Mails checken .

Aber der Reihe nach, zunächst, die meinen das ernst, feels like -9° sind wirklich eisige Temperaturen und wenn man in CPH sich die Hose im Rausch zerreist, ist im Fundus nicht mehr allzu viel zu finden. Also die lange Winterradhose angetreckt und durch die Strassen gefroren. Durch die Bloor und um ihre
Bloor east
Hochhäuser pfeift einem der Wind nur so um die Beine. Klare, kalte Winterluft. Die Sonne um 10:00h eignet sich nicht zur Wärme.Vereinzelt liegen vermummte menschliche Wesen auf dem Trottoir und halten die Hand auf. Alle 20min, spätestens, muß ich die Sache abbrechen und in einen Laden huschen, um aufzuwärmen.


etwas für jede Religionsgemeinschft Bahai Toronto
1.Station Rogers Canada, das can. Pendant der Telekom. Die Nr. 1, ich trage meinen Wunsch vor und die Rogerslösung heißt prepaidplan. Make your plan with or without data. Die lowbudget Lösung gibt es bei eigenem Smart für ca.33€/mon., data kostet extra. Billiger gibt's nicht beim Platzhirsch. Für eine sms/tag nach Germany liege ich damit bei fonic, das ist der Wahrheit, baby, deutlich billiger,  da ist dann notfalls auch ein Telefongespräch drin, also vergiß es. Dennoch ich hab was gelernt, wenn man nicht gleich auffallen will, dann sagt man hier nicht British Columbia, sondern nur leicht genuschelt, I wanna use it also in BC. Ja, und da wurden die Aussagen über die Erreichbarkeit deutlich vager, zum Yukon gab's dann auch gar keine belastbare Aussage mehr.


Alles,was die Welt nicht braucht
Zwischendurch gibt´s Bikercops zum Fotographieren, die frierend an der Strasse stehen, sie entdecken meine Bikehose und führen stolz ihre Ausrüstung am Rad vor. Wo ich hin will, na nach BC.
Die Bloor entlang nach Westen und ich stolpere zum Aufwärmen in Honest Eds, eine Institution hier im Westen der Bloor, sieht man schon vom Weiten einen ganzen Block belegend. Eine grelle Hausfassade kurz vor dem Korea subburb und drinnen eine Mischung Rigaer Central Markt und Budapester 3 Tiger Markt.


Montag, 24. März 2014

Tag Zero+

12:00h Kopenhagen, Sonnenschein, die Frisur hält...




6:00h morgens, Frank in Toronto. Die Anspannung ist gewichen. Das mit dem posten von unterwegs klappt nicht so richtig, weil 1x wifi Probleme und 2. zu dicke Finger für'nen Samsung;  ich sehne mich nach einem Senioren Telefon. In Ellinor´s Überlebenspacket finde ich zur großen Freude 2 Tütchen Cappucino, das erspart mir um die Uhrzeit den Gang zum 24h -open MC Donald direkt neben an.
CPH: auch wenn man alles besprochen hat und den Abgang sauber geplant hat, am Ende bleibt bloß Stille, man sieht sich in die Augen und die Unfähigkeit jetzt den letzten richtigen Satz zu sagen, macht den Moment so schwer. Ein letzter Blick und die Security ist erreicht.


Tag Zero

Tag Zero 08:00h. Manchmal habe ich das Gefühl, ich besitze das Geschick für schlaffreie Intervalle.




Verpackungsmaterial spiel keine Rolle
Dank der verbraucherfreundlichen Öffnungszeiten hier in CPH konnten wir gestern beim weinfachkundigen dunkelhäutigen Lidl Mitarbeiter unseres Vertrauens gegen 21:45h eine herrliche Flasche Cabernet Sauvingnon mit Schraubverschluß erwerben. Geschlafen habe ich trotzdem nicht, obwohl Ellinor aus puren Altruismus mir den Wein fast gänzlich überließ. Um 2:42h hätte ich topfit aufstehen können; allein wir hielten es noch bis 5:30 aus. Zeit zum Denken. Gegen 6:15h begann Phase eins: Bringe den überlasteten Hackenporsche und das Bike zum Bahnhof,  versuche ohne zu stolpern in den Zug hinein zu kommen. Inzwischen haben wir Phase zwei hinter uns. Gepäckabgabe ohne Zusatzkosten.  Die Gewebetüten verschwanden innerhalb der ersten Stunde ohne Probleme in den tiefen des Molochs. Von einem Fahrrad wußte erartungsgemäß niemand, obwohl ich dreimal mit Icelandair gesprochen hatte und es sogar auf dem Ticket steht. Aber, es gibt doch einen Gott und alles ist innerhalb 5 min erledigt. Bisher gab es auch noch keinen Aufruf: Mr. F. Ostertag, please come immediately to the custom office. Dann Schalter 50, Sperrgutannahme. Mit reichlich Knüllfolie und in ca.100 m XXL
Frischhaltefolie verpackt, gaben wir um 07:50h  das teure Stück in hilfreiche indische Hände. Keine Frage, 24 kg-Fahrräder sind unhandlich, aber wie der Officer BlueFox II durch die Sperrgutannahme manövrierte, gibt Anlaß zur Sorge. Ohohoh today Toronto? Yes,yes, na hoffentlich. Und nun hätte die Anspannung abfallen können, und es alles gut werden können, aber es gibt eben Dinge die passieren grundsätzlich zur Unzeit. Einmal falsch gebückt und mein geliebter tschechischer Zwirn hat im Gesäß-Frontbereich einen nicht zu übersehenden 30cm langen Riss. Einmal mitten durch. Yep. Beim Aufladen auf die Gepäckkarre. Wenn es nicht so unpassend wäre, hätte ich mir vor Lachen auf die Schenkel geschlagen (lol) und überhaupt, Ellinor hatte immer etwas gegen diese, gern von tschechischen Wanderern getragenen, Beinkleider. Die Ersatz 3/4 Hose nun herauszuwühlen, schien auch nicht von praktischer Art, zumal eine 3/4 Hose bei 8°minus später am Abend in Toroto auch nicht originell ist. Also muß Ellinor zurück ins Hotel und ihre Jogginghose herausrücken; immerhin, damit fühle ich mich schon fast wie zu Hause.

Nun sitzen wir und warten auf Phase drei des heutigen Tages, Security control, Abschied nehmen, die schwierigste Phase des Tages. das Boarding von Flug FI603 beginnt um 12:50h...

Sonntag, 23. März 2014

Schreckliche Gewichtsvermehrung

Mein Freund Hussein würde sagen Walla, Ich schwör,...
Ich habe es immer und immer wieder getan. Wollte keinen Fehler machen. Kofferwaage genommen, draußen auf den Hof und Blue Fox II aufgehängt. 21,5 kg. Die "PolenTüten", ähm, Entschuldigung, die aserbeidschanischen Gewebetaschen, immer wieder gewogen, es hatte gepasst. Nun, 10h vor Abfahrt ist alles zu schwer. Entweder die Waage ist nun kaputt oder es hat eine schreckliche Gewichtsvermehrung gegeben. Wie auch immer; es läßt sich nichts mehr ändern, morgen früh ist showdown. Und notfalls muß man eben blank ziehen, wie mein Freund Klaus so sagt. Raus die Karte mit dem guten Namen.
Heute jedenfalls war schon mal Probelaufen. 10:00h mit der seit 2007 existierenden Metro zum Flughafen, der an der Magistrale Kopenhagen - Malmö ganz im Osten der Stadt liegt. Die Metro fährt führerlos ohne Begleitpersonal, was einem sofort bei Einfahrt des schneeweißen Zuges auffällt, da im vermeintlichen Führerstand Passagiere in 2er Reihen sitzen. Ungeübt beschleicht einem ein Gefühl von Metro des Grauens, die außer Kontrolle durch die Röhren rast.
Source:welcome-to-my-Copenhagen.com
Der Flughafen wirkt ebenso automatisch, an jeder Ecke Automaten zum Selbsteinchecken. Ich sag's ja nicht gern, aber für mich sind Flughäfen Neuland. Und dann auch noch Einchecken mit Extend Baggage. Mein Lieblingsreisevehikel sind Ostseefähren, da kenn ich mich aus.
Kopenhagen Airport Terminal 2
 Letztlich hat alles gut geklappt, wir fanden uns gut zurecht, bis wir zum Absschluß eben auch selbst einchecken wollten und da passierte es, die Flugreservierung war nicht zu finden. Nix mit Frank Ostertag, gar nix. Der Puls steigt, der Blutdruck auch, Schweiß bricht aus, ich werde nervös, was nun, aber es hilft nix, immer und immer wieder taucht der Name nicht auf.
In solchen Momente kritisiere ich mich mit demselben Adjektiv, das Hamburger Bankberater zukünftigen Lehmann Kunden vor deren Pleite als Klassifizierung gaben, A und D, alt und dumm.
Es dauert eine herzinfarktnahe Ewigkeit bis SAS Personal uns helfend erreicht und erklärt Selbst-checkin erst 22h vor dem Abflug möglich. Der Blick fällt auf die Uhr, 25h to go. Also noch so'n Ding...
In nicht mal 8h wird es jetzt ernst, ich ertappe mich bei dem surrealen Gedanken morgen Abend bis du in Toronto, deine Reise beginnt jetzt wirklich.

Freitag, 21. März 2014

---'tramps like us, baby we were born to run.

Gesprungen...


ICE 33 Hamburg to Copenhagen H is leaving Lübeck Central






 
Es geht los,  wheels are turnin'... 
Liebe Familie, Freunde, Kollegen,
es ist soweit, das Projekt ist heute morgen gestartet; gegen 09:00h haben wir  das Haus verlassen und sind auf dem Weg mit dem ICE nach Kopenhagen/Dk.
Dank der Unterstützung unserer Freunde, im Abteil
Lukas bleibt als Stallwache zurück.
Wenn alles klappt, werden wir gegen 14:30h, Ortszeit in Kopenhagen sein.
Copenhagen's old traditional harbour Nyhavn
Source: wikipedia.org Kipling GO station
Nächster Event ist dann am Montag der Icelandairflight Fi 603 CPH-KEF-YYZ; bis dahin versuchen wir die Lage vor Ort noch einmal ganz unentspannt zu genießen und das Nervenflattern unter Kontrolle zu halten. Vielleicht strahlt ja, die für Kopenhagen typische, lässige Lebensweise ein wenig auf uns ab..
Planmäßige Ankuft Toronto ist 18:55h, Ortszeit [Ortszeit Toronto ist -5h LübeckZeit]. 
Das Hostel hat einen Pickup-service organisiert. Mr. Adam Wazwaz wartet in der Lobby auf mich. Bei bis zu 30 ankommenden Maschinen in der 18. Stunde des Tages hat es etwas von hoffentlich. Sollte das Handy versagen, bat ich ihn auf folgende Person zu achten, männlich, 2m groß mit 2 XXl Gewebetaschen und einem Fahrrad untern Arm. So viele wird's wohl nicht geben.
Source: wikipedia.org regionalairport Kuusamo KAO
Source: wikipedia.org TTC subway
Es wird eine spannende Angelegenheit und hängt stark von dem Zeitaufwand beim Zoll und der Immigration auf dem Flughafen, dem nachfolgenden Zusammenbau, auftakeln und der dann vorherrschenden Temperatur in der Nacht ab. 
Na hoffentlich finden die mich, sonst bleibt doch nur die Fahrt zur 11 km entfernten Kipling Subway  in der Nacht. Für den Fall habe ich gestern noch einmal Garmin Daten heruntergeladen. Eine andere Option wäre die "Gerd-Karte" auszuspielen und in der Nacht auf dem Flughafen bleiben. 
Source:wikipedia.org Hwy20 near Kuusamo

Ellinor wird dann einen Tag später, am Dienstag, über Helsinki nach Kuusamo fliegen und von dort Busshuttle nach Salla Tunturi nehmen, was bestimmt nicht weniger aufregend ist, bis sie endlich "ihre" Hütte erreicht hat. Die Northernlights- Vorhersage sieht im Moment ganz brauchbar aus. Zur Zeit herrschen dort übrigens lässige -22°.Yeah, Winterfreuden des einen, Radfahrsorgen des Anderen
So ist der Plan.
Google maps: Pearson
Und hier kurz für Freunde des geordneten deutschen Radwegeverkehrs, sollte es auch irgendwelchen Gründen dann mit dem Pickup doch nicht klappen: es scheint ganz einfach zu sein. In Kanada herrscht Helmpflicht für Biker, also Helm auf und mittendrin, als nur dabei. Der Silver Dart Drive Bildrand unten rechts ist ca. 10 km von der Subway Endhaltestelle "Kipling" entfernt.

Toronto Pearson Airport Source: Google.com
Und noch etwas zum Schluß: quasi eine Vorabentschuldigung, sollte doch Fahrwetter kommen, bleibt vielleicht nicht immer die Zeit, in einem MC Donalds on the road, jeden Fehler im Post auszubügeln.

Donnerstag, 20. März 2014

Reiseunfertig

Probegetragen: tough Sherpa Ellinor Norgay(lol)

Der letzte Tag. 
12 Stunden vor Abfahrt, Abschied in Raten, der Anfang macht die heimische Lübecker Vertrautheit.
Am Vorabend der großen Reise.

Sollte jemand von Euch öfter den Zählerstand betrachtet haben: ich kann es kaum glauben. Fast 3700 Klicks. Ich bin nicht zu Hause und in der Welt der likes und klicks  hatte ich selbst bei optimistischen Hoffnungen nicht mehr als 500 bis heute gerechnet, diese Zahl war schon früh übertroffen. Also dafür ersteinmal vielen Dank. 


Dienstag, 18. März 2014

Servicewüste Deutschland

Lübeck Grand central
Less than 3 days, nichts als dauernd unerwartet neue auftretende Hindernisse, als ob die Anspannung nicht schon groß genug ist. Vieles läuft zur Zeit wirklich nicht optimal.

Servicewüste würde Thomas sagen.
 Als Ellinor mich gestern vom Bahnhof abholte, schwante uns das Unheil bereits. Zwar standen ausreichend Vans wartend auf dem Vorplatz, jedoch alle mit Sitzen ausgestattet.
Heute morgen wurde dann klar, so elegant, wie ich mir das vorgestellt hatte, alles auf´n Mal mit dem Taxi zum Zug, wird nicht klappen.
Das Service-Telefon angerufen, immerhin konnte ich zweimal tatsächlich sagen, ich würde auch ein Fahrrad transportieren wollen, das erste Gespräch, endete jedoch genau nach diesem Halbsatz.
 Ja, da sind wir schlauer, einen leeren Van gibt es nicht als Kraftdroschke; Sitze umklappen, Fahrrad hinten raus, dieser Service ist nicht zu haben. Muß doch auch Leute geben, die mal größere, längere Dinge transportieren, anscheinend aber nicht in Lübeck. Mann, ist das ärgerlich. Hmm.
Bike hochkant, Hausflur versperrt
Das hatte ich nun wirklich anders geplant.
Aber wie schon gesagt, wenn wir bereits bei der 2,6 km langen zum Lübecker Hauptbahnhof scheitern, brauchen wir gar nicht erst losfahren

Machen wir es also wie immer; holen einen Hackeporsche raus, reissen den Transportsack ab und schnallen das edle Stahlross einfach hochkant darauf fest. Dezent in der Mittagszeit, probegelaufen, geht doch! Eigentlich kein Problem, warum bloß erst über Taxis nachdenken. Ellinor muß nun leider nur alleine nachkommen mit dem Auto. Zwei große Taschen werden ja eventuell im Taxi zu transportieren sein.

Sonntag, 16. März 2014

Die große Pause

Tag 4 Die große Pause ist da. 30 Jahre Krankenpflege. Ein Spannungsbogen vom zwangsverpflichtetem Zivieldienstleistenden bis heute.
Rückblick - Winter 1984/85 in Hamburg. Blick aus dem Fenster des Schwesternwohnheimes Bethanien Diakonissenkrankenhaus Martinistrasse 44, Hamburg. Hier liegen die Wurzeln meines jetzigen Berufes. Durchlitten als Zivildienstleistender im Rehakrankenhaus für Herzrkreisklauf- und Hirninsult Patienten des Bethanien Ordens der evang.meth. Kirche.

Winter 1984/85 Krankenhaus Bethanien Hauptportal
Nach der technischen Ausbildung und der drohenden Wehrpflicht war der Zeitpunkt des "Ausbruchs" gekommen, und so begann nach Verweigerungsverfahren die Suche nach einer Zivildienststelle. Auf keinen Fall Heimschläfer werden. Raus aus dem "alten" Wilhelsmshaven.
Die Generationskonflikte in der elterlichen Wohnung hatten längst ihren Höhepunkt erreicht.

Der Zivildienst begann in einem Altenheim in Hamburg mit als „Mädchen für alles“.  Nach 4 Monaten war die Begeisterung für Straßefegen und tropfende Wasserhähne reparieren, befriedigt und es musste dringend etwas Neues her. Der Markt an Unterkunftsstellen war knapp.
Es blieb nur das streng hierarchisch geführte Diakonissenhaus in HH Eppendorf. 
Die Leitung der Pflege war durch Ordensschwestern im fortgeschrittenen Alter abgebildet, der Rest war Fußvolk;  Zivildienstleistende standen in ihrer Sicht auf der untersten Stufe der Pyramide. Deren Aufgaben waren streng umrissen. Waschen, Unterstützung beim Essen, Kaffeerunde, beim Betten helfen. Das Mittagessen wurde aus einem rollbaren Containerm, von der Stationsschwester oder der Chefin des Fußvolks schiebend, aus großen Töpfen auf Teller durch Pflegehelfer und Zivis ausgteilt. Ausgeschlossen, daß etwa Reste aus dem Wagen zu haben wären. Argwöhnisch wurde der Wagen bewacht.Verhasstester Höhepunkt der Woche war jedoch das penible Putzen aller Patienten-Rollstühle, über Stunden, im Stationsbad, das mehr einem gekacheltem Raum glich, mit Schrubber und Dusche. Eine Rollstuhl-Waschanlage. Und doch war es eine überaus sorgenfreie Zeit...

Montag, 10. März 2014

Hire and Fire

Fire Engine Töstamaa, Estonia
Tag 10 Keine weiteren Aufträge. Seit heute morgen ist nun endgültig Schluß. Und das ist auch gut so.
Um mal eine Binse zu nennen, sie holen Dich, wenn sie Dich brauchen; dann sind sie sich auch nicht zu fein, mehr als 3x am Tag anzurufen. Und lassen Dich ungefragt spüren, wie wichtig Du Ihnen bist; gibt es allerdings zu wenig Aufträge, hörst Du nichts, dann herrscht Funkstille. Hire and Fire. Noch am Freitag telefoniert und gehört, na klar, überhaupt kein Problem, machen wir und dann dauert es doch. Mangelnde Auftragslage.

Emotionen und Verbundenheit passen nicht in diese Branche. Das Wort Wertschätzung buchstabiert man am besten ganz leise. Und so geht heute die Zeitarbeit zu Ende. Ich hab gutes Geld verdient und doch, ich bin nie warm geworden mit ihr; man sitzt in den Nächten in fremden Kliniken auf fremden Stationen, wird mehr oder weniger als notwendiges Übel gedulde t- gibt halt tausend Gründe und mehr, warum kein Stammpersonal (mehr) da ist. Unverbindlichkeit ist das Motto; man trifft ein Abkommen für eine klar bestimme Zeit, erfüllt seinen Job und schon am Abend ist vielleicht ein neuer Kollege einer anderen Firma da. Man gehört nicht dazu. Und viele meiner Kollegen ZA wollen das auch gar nicht. Wenn's dumm läuft, fallen die unbequemeren Arbeiten für die Zeitarbeit ab und man wird beschieden mit der Aussage, "mußt Du ja können, bist doch Zeitarbeiter...".

Donnerstag, 6. März 2014

Wilhelmshaven - Besuch in der Vergangenheit...

Wilhelmshaven Südstadt Ende 50er Jahre Quelle: http://www.suedzentrale.de/die_suedzentrale/geschichte/index.html
Rundbunker Rheinstrasse Blick von Osten
Zurück in Wihelmshaven, ich war lange nicht hier. Im Jahre 1967 kam ich in diese Stadt. Die Wohnung meiner Eltern lag bald in der Rheinstrasse, nahe der ehemaligen Kaserne der III. Torpedoboot 
Division (li Bildrand unten), in der Südstadt, der 
Keimzelle der 1869 entstandenen Stadt.
Der Krieg war gerade 22 Jahre vorbei und in unserem Quartier standen noch viele Bunker und Ruinen. Genau wie der halbgesprengte Bunker unweit der elterlichen Wohnung. Er steht dort noch heute, 40 Jahre später, nahezu unverändert auf der Rasenfläche, die einst zum inoffiziellen Abenteuerspielplatz und Fußballfeld der Strassenmannschaft gehörte.
Ehamalige Torpedokaserne

nach wie vor größte Drehbrücke Europas
In diesem Kiez bin ich aufgewachsen, begrenzt vom MarineArsenal, den ungesicherten Kais des Bontekai und der Südzentrale mit der benachbarten Kaiser Wilhelm Brücke aus dem Jahre 1907, der immer noch größten Drehbrücke Europas. Vor zwei Jahren generalüberholt, glänzt sie nun wieder, allein ihre Technik muckt immer wieder, dann bleibt sie für den Verkehr gesperrt.
1984 bin ich fortgezogen, seitdem nur immer mal wieder sporadisch zurück gekommen, seit langer Zeit gar nicht mehr.
Ich verfolge den Niedergang meines Kiezes im web, aus sicherer Entfernung, das Schließen der Schulen und Geschäfte, aber es blieb das untergründige Verlangen nach vielen Jahren selbst zu schauen. Also machten wir uns auf den Weg.               Vier Tage Wilhelmshaven im Jan. 2014, eine Annäherung...

Freitag, 28. Februar 2014

Fallende Indices

Iceland Thingvellir road march 2012
21 Tage  Noch 7 Tage arbeiten.
Hmmmm....
Hi folks, meine Stimmung hat den Tiefpunkt erreicht.

Zwei wichtige Indizien entwickeln sich zum Abschluß der Vorbereitung bedenklich in die falsche Richtung: Vorfreude und die Tagestemperatur Ontario März 2014.


Screenshot.foreca.com
Wer einen flüchtigen Blick auf die Toronto Temperaturen in diesen Tagen warf, der bemerkte unter Umständen, dass sich ein neuer Polarwirbel über Kanada und Nordost USA entwickelte.

Die für mich zur Zeit beste Meterologische Seite, foreca.com, meldet heute kecke Tagestemperaturen 2:00h nachts (sprich 7:00 h morgens LübeckZeit) -16° und damit es noch ein wenig dramatischer klingt: feels like -26°. Ja, das muß man erstmal verdauen. Minus 26°. Frühestens in 36 h erreichen sie wieder die 0° Grenze. Super. Für alle, die sich ein Grinsen jetzt nicht verkneifen können, ja,f..., ich habe mich wohl verzockt.

Europe's last frontier, Europas letzte Wildnis

The Northwest Territories (NWT) in Canada are often known as the last frontier; in eastern Europe still excisting a region that is also called the last wilderness. It's in the northwest part of Poland, the primeval forest of Bialowieza. An untouched 500 years old forest. We cycled 2012 the very impressive tour along the border river Bug from Zamosc through the Bialowieza NP to Bialystok the main city of the northwest area of Poland in a wonderful bicyclefriendly atmosphere..

Access is very easy by the Berlin-Warsaw-Expresstrain and the polish railway PKP fast train Warsaw-Przemysl, which provides special bicycle coaches. With special DB - Poland tickets you can safe much money, but also try to purshase PKPtickets at a PKPstore in Poland. Don't worry about language problems, take a sheet of paper and mark down your destination with dates and signs for people and number of bicycles.

The only drop of bitterness is, that we did not met him; the forest bison [polish: zubr=shoobre]. Approximate 3000 animals live under Unesco and polish law protection in the forest, which sized about 105km². Wikipedia.org Biealowieza National Park.
So maybe a dream will become true, to see them alive on the Bison sanctuary a the Great Slave Lake in NWT.

Freitag, 21. Februar 2014

Northernlights at it's best

screenshot: auroraskystation.se
Tag 27 Warten, unruhig sein, sich selbst verrückt machen.
Viel passiert nicht in diesen Tagen. Einfach zu viel Zeit. 'Muß mich immer mal wieder schütteln und sagen "bist bald ein Jahr weg, kaum zu glauben"...

Die Narbe der Kiefer OP schmerzt, und ich versuche zu ergründen, ob es sich vielleicht doch entzündet hat. Wir sind beide aufgeregt. "Du hast nichts", " hab ich doch", "nichts zu sehen, alles blande", "drückt aber doch". "Oooh Du machst mich irre"! Nach den Erfahrungen im letzten Herbst ist das Vertrauensverhältnis zu umfangreichen Baumaßnahmen im Mundraum nachhaltig zerstört. Die Nerven liegen blank im Selbsterfahrungskurs Weltreise. "Jetzt stell' Dir einfach mal vor, Du fährst nicht los, weil da was ist und schon biste gesund", "basta". Hoffentlich hat sie recht.

Von Vorfreude zur Zeit nichts mehr zu spüren in diesen Tagen. Eher Panik.
Source: loor.com Salla Tunturi webcam
Allenfalls daran, ein Jahr frei zu haben. Ein Jahr in der Fremde.
Was danach kommt, sehen wir dann.
Auch wegen der Aussicht auf die üppige Rente, yeah...
Ein wenig Fatalismus und Untätigkeit. Und in der Untätigkeit entstehen alle
irrsinnigen Gedanken.
Nur noch 11 Tage am uksh zu arbeiten. Ist ein luftiges Gefühl...

Source: lookr.com Toronto City Airport
Der Frühling kommt mit Macht hier im Norden. Heute gab es das erste Vogelkonzert im Hof. Da wurde doch sogar mein felliger Freund auf seinem Sessel unruhig.

Der Blick auf die webcam bei lookr.com lookr.com zeigt immer noch Schnee in Toronto auf den Highways und dem City Airport. In Salla Tunturi scheint es sogar noch wesentlich mehr Schnee zu geben. Nix mit Frühlingsanfang im hohen Norden. Leider sind die Strassen dort nachts beleuchtet. So ist in der 24 Stunden Zeitraffer kein Polarlicht zu sehen.

In Abisko, in schwedisch Nordlappland haben sich gestern Nacht die Bildern fast überschlagen. Aufregende Bilder. Große Magnetfelder waren in Atmosphäre. Das hatte es dieses Jahr so ausdauernd noch nicht gegeben. Aurora Borealis at it's best. Jede webcam Aktualisierung Auroraskystation wurde grandioser. Es muß jetzt nur noch ein wenig anhalten. 27 Tage noch. Dann startet auch die Woman Solo northern light tour...
Source: screenshot auroraskystation.se

Samstag, 8. Februar 2014

Die Konkurrenz schläft nicht

Da muß man echt aufpassen wie 'nen Schießhund. Einmal nicht aufgepasst und schon sitzt man ahnungslos auf dem Sofa und entdeckt doch glatt bei Google die Konkurenz mit einem Eintrag unter einem ähnlichen Namen. Crosscanada2014. Nun ja, ist vielleicht auch wirklich nicht so originell...

Warmschowers.org also Warme Dusche. Eine Art Be-herbergungsgemeinschaft für Tourenbiker weltweit. Hört sich cool an. Ähnlich wie die couch-surfing Community.

Ein Tom hat einen Beitrag ins Netz gestellt und sucht eine Reisbegleitung für seinen Vater der von West nach Ost dieses Jahr fahren will. Also von Vancouver nach Montreal. Aber nicht allein. Originallink warmshowers.org

 Dascha 'nen Ding. Muß ich im auf jeden Fall im Auge behalten und werde ihn doch glatt mal anmailen. Mal sehen, ob ein Treffen nicht unterwegs möglich ist. Und er kommt anscheinend aus Seattle, da komme ich vorbei. Mal sehn, was draus wird....
Ansonsten gibts heute, less 43 days, nicht wirklich viel Neues. Zum x-ten Mal die Taschen umgepackt und das Rad eingetütet. Es nützt nichts, wir müssen damit in den Zug, koste es, was es wolle. Mir schwant allmählich, das es Probleme mit dem Transport von 
HL - Pelzerstrasse bis nach 
CPH - Zleep geben könnte. Diese Gedanken sind irgendwie bisher noch nicht zu Ende gedacht.

Den Rest des Tages habe ich nach einem Blog-Editor gesucht, der offline arbeitet. Insgesamt bin ich mit dem Textlayouting bei Blogger sehr unzufrieden. Zwei fast fertiggestellte Entwurfstexte habe ich inzwischen verloren. Das Einfügen von Bildern ist einfach sehr unkomfortabel und braucht einfach zuviel Zeit. Dieses ganze Gesuche und Ausprobiere verbraucht den halben Tag, führt am Ende zu nichts und ich bin wieder am Anfang.  Dafür weiß ich jetzt was ein wysiwyg Editor ist. Ist ja auch was.

Montag, 3. Februar 2014

Juhu, der neue Kovap ist da


Finally The czech tin model firm Kovap in east Bohemia announced new collectors stuff. Two new tractors are released, like you can see on their homepage. Na endlich, ich hatte schon die Tage drauf gewartet. Wie bereits die Jahre zuvor wird die Homepage der Blechspielzeug-Firma Kovap in Ostböhmen/Tschechien immer Anfang des Jahres aktualisiert. Nun sind sie da; es muß gestern oder heute passiert sein, auf der Homepage Kovap sind die Traktormodelle des Jahres 2014 zu sehen.

Gleich zwei neue Modelle sind am Start, der gerüchteweise schon angekündigte Lanz Eilbulldock HR7 mit einem kraftvollem 35 PS Motor und ein Zetor 25A Modell, die Sammlerherzen von feinem Retro Blechspielzeug höher schlagen lassen und erneut müssen wir zu Hause wieder überlegen, wo noch Platz in der Wohnung ist.  Der Zetor 25A wurde allerdings schon vor einigen Jahren mit grüner Motorhaube ausgeliefert. Wie immer beide Modelle mit 3 Vorwärts- und einem Rückwärtsgang.

Das freut mich riesig, hatten wir doch bei unserem letzten Besuch in Nowy Hradek eher traurige Nachrichten erhalten.
Mehrere Händler in Deutschland haben bisher zwar nur eine Warteliste und der Preis von ~65€ scheint auch im Vergleich zu den Vorjahren relativ hoch zu sein, aber vielleicht ändert sich das noch.
Kovap hat inzwischen ein weltweites Netz von Händlern aufgebaut, sogar in Australien sind die Dinger zu bekommen. Mal sehen, wieviel Freigepäck auf dem Rückflug noch vorhanden ist.