tramps like us, baby we were born to run...[Bruuuuce1975]

Anmerkung: Wir stellen das Blog jetzt wieder online, um noch ausstehende Korrekturarbeiten abzuschließen.
Ausserdem sollen später Inhalte dieses Blogs in das neue Projekt übernommen werden.

[Arbeitstitel] ukrainisch/russiche Notizen 2016 unter blogger


Donnerstag, 3. Juli 2014

Rancheria YT-Going north

455 Km bis zum nächsten Fahrradladen
Sa.,28.6. (Nachtrag)
Mit angebrochener Felge nach Whitehorse
Ich schlafe schlecht in der Nacht, überlege viel, wie die Situation verbessert werden könnte.
Bin ich wirklich in einer Sackgasse? Das es Verschleiß an Material geben würde, war irgendwie zu erwarten. Ist das Material wirklich zu schnell verschlissen worden?
Fakt ist, diese canadischen Mäntel, die ich jetzt fahre, haben keine besondere Härte, dazu kommt aber auch, das die fehlende oberste Schicht die Fahrbahndecke sehr rauh macht. Wie den Mantel mit einem Reibeisen behandeln. Ich habe selbst den 5 Tage alten Mantel der schweren BMWEnduro auf dem Berg gesehen. Die Schotterschicht setzt allen zu. Wahrscheinlich sind so Frostaufbrüche des Winters schneller zu flicken.
 
Und die Felge ist an mehreren Stellen eingerissen, das lässt sich einfach nicht übersehen.
Der nächste gute Radladen befindet sich gut 450km weiter nördlich. Macht 900km wieder zurück nach Watson. Alter Falter! Für eine Felge diese Strecke fahren, aber ursprünglich wollte ich ja sowieso weiter nach Dawson.
Ich bin ein wenig ernüchtert, um nicht zu sagen konsterniert. Dawson City ist nochmal deutlich kleiner, als die zweitgrößte Stadt des Landes Watson Lake. Und in Watson Lake ist nuscht. Das kann sich zwar durch den touristischen Faktor für Dawson noch etwas verbessern, aber der Besuch in Niagara Falls hat ja deutlich gezeigt, was zu erwarten wäre. Disneyland und Jahrmarkt.

Dafür also noch einmal eine Strecke von 500km nördlich von Whitehorse fahren, dieselbe dann auch wieder zurück, kann nicht gerade als grandiose Idee gewertet werden. Also ist Schluß in Whitehorse. Die Hauptstadt der Provinz angucken und Vorbereitungen treffen für den langen Weg nach Süden.
Ein kurzer Rast bei Michael in Watson Lake, alles einsacken und dann über den Hwy 37, Stewart Cassiar Highway, nach Vancouver.
Gleich nach Süden über den Hwy 37, Whitehorse ausfallen lassen, den Yukon beenden  mit einer kaputten Felge, ist auch keine originelle Idee. 
Alle anderen Ideen, Greyhound&Co. sind auch nicht origineller. Und dann auch noch hoffen, das keiner einen Fehler gemacht hat. Das ganze Ding unter Umständen umtauschen zu müssen, ist mir einfach nicht vorstellbar.

Irgendwann komme ich auf die Idee einen Teil der Ausrüstung einfach bei Michael in Watson zu deponieren und nur mit den Essentials nach Whitehorse zu fahren. Die Flugtüten vollmachen mit dem ganzen Krempel, den ich im Norden nicht brauche.
Yeah, das Gehirn arbeitet zwar langsam, aber doch produktiv. Das ist es. Morgen um 6:00h werde ich in die Pferdebox gehen und die ganzen Sachen sortieren. Bleibt die Frage ob und wie lange die Felge hält auf dem Weg nach Whitehorse hält.

Für Michael war die Sache gestern Abend ganz einfach, ach, stell’ Dich einfach an die Strasse, die nehmen Dich sofort mit, hab’ ich noch nie gehört, das es Probleme gab.

Na, soviel Verkehr war bis Watson eigentlich nicht. Aber jetzt kommt ja noch der Verkehr über den besagten 37er dazu, direkte schnelle Verbindung Seattle-Vancouver-Watson Lake.
Also zocken wir ein wenig, 450km, das macht bei wenig Gepäck 3-4 Tage. Wenn alles gut geht. Trotzdem schlafe ich schlecht und die Mückenstiche machen mich rasent. Ich habe durch die Juckerei inzwischen einige entzündlich wirkende Dellen an den Beinen und die Sprunggelenke sind ziemlich geschwollen.

Um 7:00h verschlafe ich dann doch; als ich mich mühsam zum Kaffeekocher schleppe, ist die halbe Lodge schon auf den Beinen, was ist denn mit denen los? Ich bin der letzte. Skype mit Ellinor ist jetzt wichtiger, was sagt die Chefin dazu?

Hugo aus Antwerpen
Um 10:00h habe ich eingekauft und bin auf dem Highway. Highway Yukon 1. Auch der Yukon ehrt seine Veteranen, wie alle anderen Provinzen. Zunächst geht auch auch alles gut. Da ich leicht bin, komme ich zügig voran, mehrfach sehe ich andere Biker, die an den Bergen deutlich mehr Probleme haben als ich. Ja, mit einem normal bepackten Rad zu fahren kann leicht sein, kann so gar Spaß machen.

Dann allerdings, nach gefühlt 40km ist es mit der Veteranenehre vorbei, vor meinen Augen wechselt die Strasse plötzlich von grob poliert in eine übelste, staubige Schotterstrecke. Es liegt nicht nur viel Gravel an den sonst mir vorbehaltenen Abschnitten, bergeweise Schotter, nein, die Trucks und RV’s fegen durch diese Strasse, das die Sicht immer wieder kruzfristig unter 10m sinkt. Und ich habe meine Warnweste nun in Watson liegen.
Das macht mir Angst, hoffenlich sehen die mich rechtzeitig.

Ich kann das nicht begreifen, nicht 3km oder 10km, nein, mehrere 10km, und alle finden das völlig normal. Sind die hier im Yukon irre, muss das so sein? 30-40km staubige Piste. Schotter fliegt Dir um die Ohren, knallt gegen die Schienbeine, wenn die 60to Trucks an Dir vorbei rasen, danach steht Du in einem Sandsturm. Der Kiefer mahlt die Staubkörner.

Mir ist das all die Jahre im Baltikum begegnet, aber da kam mal ein Holzlaster, mal ein Lada Niva; hier ist das die wichtigste Nordsüd Verbindung zwischen Alaska und dem Rest der Welt. Irre, einfach irre. Okay, es heißt the last frontier, I survive the Alaska Highway, bald glaube ich das für mich wirklich. Herrjeh.
Also der Abschnitt ist nun wirklich keine Heldenehre, das ist eher eine Beleidigung.
Und mittendrin in der staubigen Welt ein PP Campground. Wie romantisch. 20$. Ich glaub’ es hackt.
Und mittendrin Hugo aus Antwerpen, er ist in Whitehorse gestartet und will nach Süden, einfach nach Süden, nach Südamerika. Macht ein wenig einen zu abgeklärten Eindruck, ein bißchen zuviel Stiff upper lips, findet diese Strecken reizvoll und die Unterversorgung völlig normal. Eher der Typ, ich komme überall an und es gefällt mir, Hauptsache dagewesen. Vorallem aber ist er vollständig irritiert, als ich sage ich habe noch Baggage in Watson Lake zurück gelassen, was? Noch mehr?

Mittwoch, 2. Juli 2014

Watson Lake-Zwangspause

Copy des Originalschildes von C.F. Lindley


Fr.,27.6.(Nachtrag)
Ruhig bleiben
In Gedanken hätte alles so einfach sein können. Und schön hätte es vor allem werden können. 

Nach 5 Tagen Wildnis wieder zurück in der Zivilisation. Dafür habe ich die letzten zwei Tage ordentlich gebolzt. Heute nur die letzten 10km, dann einen Besuch beim VisitorCenter, Kaffee für lau, eine gute Dusche, ein Frühstück mit Obst und dann irgendwann in die Bücherei und die Posts hochladen, ein wenig Stadtrundgang und einen Platz für die Nacht finden.
Nachmittags aufgrund der Wetterlage entscheiden, was zu tun ist.
Greyhound Canada
Und dann funktioniert an dem Tag aber überhaupt nichts.

Zunächst werde ich beim Verlassen des Zeltplatzes von Mücken gejagt. Hinein in die Stadt, ich fahre an der Bücherei vorbei, gleich gefunden, super! Noch sieht alles gut aus.
Und dann bricht wewnig später im Visitor Center bricht dann der Plan auseinander.
Greyhound fährt heute gar nicht und überhaupt nur 3 Tage die Woche. Heute Abend gegen 23:00h verlässt der Bus Whitehorse, ich müsste im Gebäude nebenan die Abfahrtszeiten erfragen. Ich beginne mich zu fragen, wofür die im VC eigentlich da sind. Der Kaffee kostet Geld, Spenden sind erbeten, der Becher reicht für eine Kronenfüllung. Das war schon mal deutlich besser.
100000 Schilder, ob Lübeck dabei ist?
Hinüber zu Greyhound, die ebenfalls im Recreational Center residieren. Die Dusche kostet 5$. WOW!!! Für diesen Ort nahezu ein Wucherpreis. Selbst im Kurort Banff war es deutlich billiger. Preise für Versand per Greyhound kann man mir nicht sagen, alles muß zuerst gewogen werden. Es riecht unangenehm nach Bürokratie.  
Morgens hin nach Whitehorse, abholen und abends wieder hierher zuürck klappt sowieso nicht. Mindestens eine Übernachtung muss eingeplant werden. Langsam fühle ich mich in ein Dritte Welt Land versetzt. Ich denke immer noch europäisch. Die Entfernungen kriege ich einfach nicht in den Kopf hinein. Mal eben 450km oneway für ne Fahrradfelge.
knapp 70.000Schilder hat der Signpost
Watson Lake ist in erster Linie der Ort des Signpost. Der Schilderwald, irgendwann hat ein heimwehkranker US Soldat, C.F. Lindley, ein Schild mit seiner Heimatstadt in den Boden gerammt. Eine Art Basis Psychotherapie. Seine Kollegen folgten ihm, inzwischen sollen über 100.000 Schilder zusammengekommen sein. Auch viele deutsche Schilder sind zu sehen Watson Lake Sign Post Forest 
Und das Internet in der Bücherei geht gar nicht. Sie hätten nur Computer, kein wifi, die Frage ist, was ich mit einem Computer ohne Netz soll. Aber. Sie bieten großzügiger Weise Internet für 30min/Tag im Gemienschaftshaus an. 
besser gehts nicht, Essen bleibt teuer
30min, das reicht gerade um die wichtigen emails zu beantworten und Ellinor guten Morgen zu sagen, ich könnte ja auch mehr Einheiten kaufen.
Ich verzichte einstweilen.

Stattdessen fahr ich frühstücken und überlege angestrengt, wie es weiter gehen soll. Bisher ist der Yukon alles andere als lässig. Zwar gibt endlich wieder einen großen Grocery, aber die Preise sind in dem ohnehin teuren Canada noch einmal deutlich teurer.

Ich beginne mich seit längerem zu fragen, ob ich mir das noch lange antun will. Berge nichts als Berge, dafür abends durchgeschwitzt sofort in volle Regenkleidung hüpfen und zwingend ins Zelt, um den Mücken zu entgehen. Dann ist alles sehr viel teurer, als im Süden, wenn es einen Laden gibt, und das ist sehr selten.
Einzig allein die Landschaft unterwegs gleicht die Sache aus. Ich denke nach.
Bis Watson Lake musste man kommen, sonst wäre alles umsonst. Weil es keine Alternative an Strassen gibt, hätte ich denselben Weg zurückfahren müssen. Noch einmal die gleichen Berge, nur von der anderen Seite. Jetzt aber bietet sich die Möglichkeit Highway 37, den Cassiar Highway zu benutzen, um nach Süden zu fahren.

Ich bin ein wenig ratlos. Also ins Motel. Dort hängt ein prima Schild, Wiederöffnung ab 15:00h. Pralle Sonne draußen, ich hätte jetzt in der Zeit alles regeln können. 
wifilose Bücherei

Aber sie machen Mittagspause, oderwasweißich. Jedenfalls ist zu. Ich versuche nochmals meinen Kranz zu reparieren. Frustriert bin ich 15min später auch nicht schlauer.
Nix isset mit sprüh mal einwenig Antirost da rein, wie Jens mir hilfreich riet.
Die Zeit vergeht, wertvolle Stunden verstreichen.
Die bange Frage bleibt, ob überhaupt ein Zimmer frei ist.
Und ob das wifi auch funktioniert. 

Bikestore Icycle Whitehorse

Das typische MussFoto aller Yukonfahrer
Fr.,27.6.
Wie aus einer Fahrradtour ein wirkliches Abenteuer wird.
Ich hänge fest, die Hinterradfelge hat es schlimmer erwischt, als es zunächst schien.

 Grizzly an der Strecke
Eine Weiterfahrt nach Norden ist ein gewisses Risiko, zusätzlich zu dem beschädigten Freilauf. Dachte ich gestern noch, nur das Fahren ist ungewöhnlich, habe ich heute mehrere Risse in der Felge entdeckt.
Hier in der zweitgrößten Stadt des Yukon, mit sagenhaften 1950 Einwohnern, ist natürlich nichts zu besorgen.
Whitehorse ist 400km entfernt. Dort gibt es zwar zwei gute Radläden, aber sie hören mich nicht über Skype. Die Verbindung ist desaströs. Busse fahren nur alle 3 Tage nach Whitehorse und am selben Tag auch nicht zurück.

Michael, Motel Besitzer
Nach dem ich den halben Nachmittag via email spezielle Radnaben Nummern nach Whitehorse übermittelte, konnten die Leute dort ein einfaches Rad für 90$ anbieten.


Watson Lake



Do.,26..6.(Nachtrag)
Nicht jede Lodge hat eine Küche
In der Nacht haben sich einige Trucker ebenfalls auf die Bergspitze gestellt.  Am nächsten Morgen geht das Drama in die zweite Runde. Kaum vor dem Zelt, wartet die Black Flies Horde schon auf das Angriffssignal. Nur weg!

Letzter Tag in BC, heute erfolgt der Grenzübertritt zum Yukon. Die Strecke bleibt unverändert die Strasse folgt parallel dem Liard River, jedoch nicht direkt an Ufer Nähe, sondern eher so gefühlt und deshalb sind schon Bergetappen auf dem Programm.
Die Hitze kommt erst gegen 13:00h bis dahin es auszuhalten.

Erste Station ist Contact Creek. Hier an diesem Bach sollen sich am 24. Sep.1942 amerikanische und canadische Tiefbauer von beiden Seiten getroffen haben. 
Der Gedenkplatz ist unbedeutend. Eine kleine Tafel, mehr aber auch nicht. Weniger hundert Meter vorher überquert der Highway das erste Mal die Provinzgrenze zum Yukon. Ein ausgebranntes Autowrack, eine belanglose Tafel, viel Yukon ist nicht zu spüren.
Allerdings lümmeln sich auf einem Abschnitt des alten, originalen Highways zwei riesige Grizzlies, die mit dem Fernglas besser zu beobachten sind.

Die Contact River Lodge befindet sich noch eine Minuten entfernt und macht einen abgewrackten Eindruck. Es läuft amerikanisches Gerichtsfernsehen, so was wie Babara Salesch in voller Lautstärke und die Besitzerin scheint mehr am Prozeßverlauf, als am beglücken ihren Kundschaft interessiert zu sein sprich mich ja nicht an und glotzt unentwegt in die Mattscheibe.
Ok, keine Fragen, viel ist eh nicht los und meine Hoffnung, mein karges Essen durch einen Grizzly Burger wie in Toad River aufzuwerten, scheitert. Wir haben keine Küche mehr. Irgendwas Eingepacktes liegt im Kühlschrank. Pappiges Brot mit Wurst und wie immer Cheddar. F…
Keiner hat mir gesagt, das die Lodges so unterschiedlich ausgestattet sind. Mal ungehobelt Truckerrmäßig, mal absolut zufrieden stellend, wie in der Liard Lodge. Es ist ihr Mann, der mir erklärt, warum ich so viele geschlossene Ruinen sehe. Auf dem Highway ist kaum noch was los. Viele Leute sind zu alt für diese lange Reise, und die jüngeren fliegen eher. 

Fireside



Der Hotspring am Tag nach dem Regen
Mi.,25.6.(Nachtrag)
Das Schlimmste haben sie jetzt hinter sich...
Bob ist früher auf, er will heute nach Whitehorse. Also ungefähr 800km, Hamburg-München, bei 100km/h ist er mehr als 8h unterwegs. Er startet deshalb früh und auch wenn sein Wagen deutlich schneller als max. 100km/h aussieht, ist davon auszugehen, dass er sich an die Begrenzungen halten wird.
Eine regennasse Nacht wandelt sich in herrlichen Sonnschein. Gestern Abend bin ich das zweite Mal zum Hotspring. Es wird längst nicht mehr dunkel und so war es ein großer Genuß noch einmal in die 40° warme Badewanne zu steigen.
Sponsorenfrühstück mit Viereckkartoffeln

Leider ist zu unserem Unglück Familie Flodder auf dem Nachbarplatz eingerückt, man soll es nicht glauben, auch im so akkuraten Kanada gibt es die Flodders und an Nachtruhe war zunächst nicht zu denken, bis ich mich auf die Ohrprops besann, die mir der Rangierer der Canadian Pacific in die Hand drückte. Pfundsdinger. Ich habe tief geschlafen, wie lange nicht mehr.

Alles ist feucht, wird klamm eingepackt, zum Trocknen bleibt keine Zeit, Bob spendiert die Milch, nachdem meine 3,5% nach 2Tage Hitze in der Fahrradtasche gegoren ist.
Liard River
Zum Kaffee geht’s rüber in die Liard Lodge.
Zur großen Freude gibt es sogar web, nur kein Skype und ich finde sogar eine Steckdose. Ein Super Tagesbeginn. Ich finde das anständig, wenn man das Lokal um alles bittet, auch etwas mehr zu bestellen und so bestelle ich doch Frühstück.

Liard Hot Springs-Viva Polonia



Di.,24.6.(Nachtrag)
Bisons live
Die Nacht bleibt ruhig. Diese Nacht erfolgt kein Angriff auf meine Ceralien durch die Ground Squirrel, ich habe besser aufgepasst. Nix mehr im Zelt. Am diesem Morgen nehme ich ein Sponsoren Frühstück bei Double G. 

Double G, Muncho Lake
Empfohlen in Toad River, wenn Du nach Muncho Lake hereinfährst, unbedingt die erste Tankstelle wählen. Double G ist genauso, wie man sich eine Highway Gaststätte vorstellt. Die Außenansicht ist stark gewöhnungsbedürftig, ziemlich in die Jahre gekommen, draußen stehen Trucks mit laufendem Motor, drinnen unterhalten sich die Trucker lautstark mit dem Koch, in Deutschland würde man das Schauküche nennen. Ich wirke fremd hier.

Es ist eher die Einkehr Herberge der arbeitenden Männer. Frühstücken am Highway. Der Koch kommt, es wird nicht groß verhandelt, ich nehme dasselbe, was der da hat. Gut. Aber lecker.
Nobelherberge
Später verstehe ich, warum es die erste Herbege sein sollte. Die zweite Herberge, wirkt schon brachial von außen. 

Typische Schnösel Herberge. Je arroganter, desto größer sind die Zeichen an der Eingangstür, Washrooms nur für unsere Gäste. Komm' ja nicht auf die Idee, Du willst Dir für lau die Hände waschen, weil Du gerade mal an der Kette rumgespielt hast.

Dann einige unerfreuliche Anstiege rund um den See und ich bin wieder im Fjell. Die Strasse folgt jedem Hügel, nichts isset mit einer gemütlichen Fahrt um den günblauen, 8km lange Muncho Lake. Stattdessen deutliche Warnzeichen. Bison Gebiet! Achtung Geschwindigkeit reduzieren. Und in der Ferne sehe ich mehrere Autos stehen. Ah, da sind sie. Leider entpuppen sich die Bisons vorerst als doofe Dallschafe. Davon habe ich bereits genug gesehen. Aber immerhin, Tierwelt. 
Mit dem Fahren ist das nicht ganz einfach. Bei Geschwindigkeit Füße von den Pedalen, bergan muss der Zeitpunkt genau getimt werden, wann die Füße wieder in die stark drehenden Pedalen positioniert werden, sonst mache die Kette rabatz. Ich bin innerlich außer mir. Nach wie vor. Was für ein Materialverschleiß.
Muncho Lake
Plötzlich steht einer an der Strasse und winkt. Bob, aus Portland/OR. Er ist Reiseleiter für Adventure cycling association, Adventurecycling.org die amerikanische Fahrradfahrer community und macht Station auf dem Nahe gelegen Liard Hot Springs PP. Er lädt mich spontan ein auf seiner Parzelle die Nacht zu verbringen. Noch 30km entfernt ist die Nacht schon mal am Mittag geklärt. Sehr nett. Bob wird am 12. July von Anchorage/ AK eine Fahrradtour mit 14 Teilnehmern aus der gesamten USA im Denali NP leiten. 
Bison Warnhinweise
Und nur kurze Zeit später hüpft das Herz. Der Alaska Highway ist verstopft. RVs, PKW und schwere Laster stauen sich, weil ein Mutanten-RV einfach mal gehalten hat und die Strasse blockiert ist. Bisons stehen mitten auf der Strasse. 

Diesmal gibt es nicht nur Schilder, nein es gibt Bison live. Mindestens 40 Tiere kann ich zählen, die auf beiden Seiten der Strasse ohne Beachtung für den Verkehr sich bewegen.
Echte Bisons, was haben wir im Biaowieza NP morgens nach diesen Urtieren gesucht. Keine Chance in Polen, der NP ist für die allgemeine Bevölkerung gesperrt und die Tiere ziehen sich tief in den Wald zurück. Zweimal war ich in Bialowieza, jedesmal ohne Erfolg, aber hier ist das was anderes die Jungs und Mädels stehen direkt auf der Strasse und nun schließt sich der Kreis. Viva Polonia! 

Muncho Lake



Mo.,23.6.(Nachtrag)
Freilauf kaputt
Dabei fing der Tag so harmonisch an und endete eigentlich auch wieder so. Nur bleibt ein klitzekleines Restproblem bestehen; das Fahrrad fährt nicht mehr so richtig; eingeschränkter Komfort, dummerweise 300km von der Zivilisation entfernt.

Zunächst aber läuft alles super, ich bekomme um 08:10h einen Kaffee von einem mürrischen Inhaber der Rocky Mountain Lodge, keinen Km von meinem letzten Lager entfernt serviert. Natürlich nahm er das auch nicht so genau mit dem Tax und so erhöht sich der stolze Preis beim Bezahlen plötzlich noch einmal um +Tax. Sei’s drum.
Das Wetter ist herrlich, der Wind steht gut und ziemlich bald danach entdecke ich einen T2 mit kalifornischem Kennzeichen. Der Kultbus hier in der Wildnis. Der Bus gehört Sabine und Peter, die ursprünglich aus Köln stammen und zur Zeit gerade auf dem Rückweg von Alaska sind. In drei Tagen wollen sie in Vancouver sein. Erste Frage natürlich, ob sie überhaupt mit dem T2 die Berge hochkommen, doch, das geht, aber langsam. Etliche Bären, Wölfe und Elche haben die beiden gesehen und die Natur soll sich noch einmal deutlich verändern. Hier wäre das ja nur so etwas wie zwischen Eiffel und Schwarzwald nur eben größer, meint Peter sehr salopp. Nur ein wenig größer eben. 
Wir unterhalten uns angeregt eine ganze Weile und ich beginne mir Sorgen zu machen, heute muss das Tagesziel in Muncho Lake erreicht werden. Der Weg ist noch weit. 

Die Aussicht an diesem Tag ist unbeschreiblich, entweder treffe ich Leute oder fotografiere, so richtig komme ich nicht an diesem Tag voran. Im Kootenay NP habe ich noch Eintritt für diese Aussichten gezahlt, auf dem Alaska Highway gibt’s das alles gratis und teilweise viel imposanter. Reine Geldschneiderei.

Der Alaska Highway scheint auch eine dunkle Schattenseite der verlassenen Motels zu haben. Schon wieder fahre ich an einer aufgegeben Gazolin Station vorbei, McDonalds Motel - wieder alles großflächig zerstört und dem Umweltfrevel preisgegeben. Auch hier scheint keiner mehr zu wohnen. Irgendwann in den Nuller-Jahren um 2006 kam das Ende für diese Station. 
Nach 37km dann Toad River Lodge. Eigentlich will ich Lebensmittel einkaufen, so bejahte das VisitorCenter meine exakte Frage.

For buying food, leider wird jedoch schnell klar, das man zwar Essen bestellen kann, aber Lebensmittel selber gibt es nicht und auch Muncho Lake hätte sicher nichts vorrätig.

Na nun wird’s bunt, dabei hatte ich doch extra gefragt und erzählt ich könne eben nicht alles von Anfang an für 6 Tage mitschleppen. Überhaupt kein Problem, unterwegs alles möglich.  
In diesem Land ist sowieso nie irgendwann etwas ein Problem, weil sich die Tourifritzen eben auch überhaupt nicht in die Lage der Biker hinein versetzen können. Immerhin gibt es reichlich Trinkwasser.
Nach einem Kaffee bin ich wieder auf der Strasse und dann passiert der GAU. Die Kette springt, und es gibt einen ziemlich Krach, als wenn die Kette nicht mehr durchlaufen will, sobald ich aufhöre zu treten. Diagnose nach weniger als 3 Sekunden, Freilauf am Ende.

Samstag, 28. Juni 2014

Summit Lake



So.,22.6.(Nachtrag)
Rübezahl lebt in Kanada
Dummerweise habe ich doch etwas zu lang geschlafen, es ist schon 08:10h, trotzdem, heute am zweiten Tag will ich vorher frühstücken. Müsli muss her, heute geht es über den höchsten Punkt des AlCan, bei Summit Lake, nach 44km Tagesstrecke, wird auf knapp 1500m der Scheitelpunkt passiert. Zunächst geht es aber um was menschliches. Die Mückenbande ist so aktiv, das ich den Campingplatz besuchen will. 
Rita und Bob
Unwillig mache ich mich bereit für einen Umweg von 5km hin-und zurück zufahren, dazu noch über eine Waldstrasse in die falsche Richtung.
Aber wenigstens mal gucken, ob er besser ausgestattet ist, vielleicht gibt es ja doch wider Erwarten Duschen.
Gibt es nicht und die Nacht kostet 20$. lol

Ich sag’s nicht gern, aber für den Tourenfahrer sind diese Plätze kein wirklicher Gewinn, vom Plumpswc einmal abgesehen. Weiterer Service ist nicht vorhanden, weder Duschen, noch Frischwasser. Wofür also die 20$ löhnen, bei einem Auto, ganz gleich welcher Größe sieht die Sache deutlich anders aus, mit einem 8m Auflieger kann man eben nicht mal so durch den nächsten Knick auf die nächste Wiese.
Aber der Besuch dieses Campingplatzes wird doch noch ein Riesenerfolg.
Ich fahre unvermittelt dem Platzwart Bob in die Arme, der morgens nach dem Rechten sehen will, erzähle ihm, das mir das Pumpenwasser nichts bringt, da ich es nicht 10min abkochen kann und nach einem Herd für heißes Kaffeewasser suchte .
Ach sagt er, ich habe oben ein Wochenendhäuschen und Kaffee kannst Du auch bei mir bekommen. 
Ich bin ein wenig unsicher, Kaffee bei Bob verzögert die Abreise bestimmt um einen weitere Stunde, damit ist das Tagesziel schon vor Abfahrt fast unrealistisch.Was dem Norweger seine Hytter, und dem Schalker sein Pünten, ist dem Canadier seine Cabin.
Bob hat vor 18Jahren hier ein Mobilhome stationiert und über die Jahre zu einem richtig wohnlichen, Mehrzimmer-Wochenendhaus ausgebaut. Es gibt eine geräumige Küche, mit gemütlicher Essecke und Kamin. Vor vielen Jahren ist er mit Rita aus Neufundland in den hohen Norden emigriert. Beide wohnen in Fort Nelson und Bob hat wie die meisten bis Rente im Erdgasbetrieb gearbeitet. Sie verbringen viel Zeit hier draußen und genießen die Natur. In den drei Sommermonaten ist er der Platzwart im Regionalpark. BC Parks zahlt ihm eine ganz ordentliche Aufwandsentschädigung, aber wenn der Platz erstmal läuft, ist auch nicht allzu viel zu tun. 

Aber auch er hat hier in der Wildnis keinen Mobilfunkempfang, genau wie ich, allerdings hat er in seinem Auto einen Sendeverstärker installiert, das erhöht seine Reichweite. 
 
Aus einer halben Stunde wird dann doch eine Ganze und erst um 11:00h breche ich auf. 

Ausgestattet mit richtigem Trinkwasser, das Bob selbst einfüllt und dem Rest der im Haus vorzufindenden Müsli Riegel verlasse ich mit vielen guten Wünschen den Hof. Gute Geister in diesem Land, nochmals vielen Dank für den Kaffee, Ihr beiden.
Waldemar aus Swidnica
Nächste Station ist die nur 22km entfernte Tetsa River Guest Ranch, Gaszolin station mit RV Platz und Souvenirladen. Ich habe das Gefühl, ich komme an diesem Tag nicht vom Fleck, alles geht nur schleichend, jeder Versuch mal Tempo zu machen, scheitert an den müden Knochen.

Es ist ent setz lich heiß und oben drein noch wind still. Nach dem Kaffee nimmt mich Rick, der zum Platzteam gehört beiseite, na, wie viele Bärenbegenungen hattest Du schon? Und dann wird er sehr ernst, er hätte gestern alleine 5 auf der Fahrt anch Ft.Nelson gesehen und er fuhr ziemlich schnell. 
Geh kein Risiko ein, give them a space, entweder Du drehst um und wartest oder Du fährst mit aller Kraft an Ihnen im hohen Tempo vorbei. Jo, also die Sache mit dem Tempo fällt aus.
Jedem dem ich begegne, weist mit ernster Miene auf die Bärengefahr hin. Ich muß extrem unbedarft wirken.
Auch nach dem zweiten Kaffee wird das nichts mit einer deutlichen Tempoverschärfung. Dabei ist die Strecke im Grunde genommen flach. Zu meiner Entschuldigung muß ich aber sagen, das ich seit einigen Wochen an einer Zehengelenksreizung laboriere und seit gestern ziemlich starke Schmerzen habe. 

In den letzten Jahren hatte ich immer wieder periodisch auftretende Schmerzen, ausschließlich die Zehengelenke betreffend, die nach einer gewissen Pause und hoher ImbunTherapie auch wieder verschwanden. Mehrfach versuchte ich meine Mediziner von einer event. rheumatoiden Arthritis zu überzeugen, allein so bald das Wort Fahrradtraining fiel, war der Drops gelutscht, und bei fehlenden Laborwerten, war keine andere Erkrankungsursache als eine selbst verursachte Überlastungsreizung mehr möglich.
Da ich das ganze Jahr fahre, bleibt die Erklärung bei periodisch auftretenden Problemen ein wenig dürftig, allein, jetzt kann ich nicht pausieren und die Druckschmerzen im Gelenk und verhindern ein wenig den Bums auf’s Pedal.


Tourenfahrradfahren ist eben auch ein mentales Ereignis, ging gestern noch alles gut, ist der Wind heute in der Wahrnehmung viel stärker, das Rad läuft nicht, die Berge sind zu steil…

Steamboat-Purple heart day



Sa.,21.6.(Nachtrag)
Hört der Berg denn niemals auf?
Man wächst an der steigenden Herausforderung!
Ich könnte noch 3Stunden länger in diesem bequemen Bett liegen bleiben, als ich die Gardine beiseite ziehe, steht die Sonne schon hoch. Ich bin später dran als geplant. Eigentlich wollte ich früh zu IGA, gleich zur Ladenöffnung um 07:00h, um danach früh auf der Piste sein zu können.

Nun verlasse ich das Motel erst gegen 08:30h und bei Einkauf bin ich krampfhaft unentschlussfähig. Wie viel und vor allem was soll ich kaufen, Der nächste Proviantstop kommt nach 120km. Ich entscheide mich trotzdem für 6l Flüssigkeit + Milch fürs Müsli.
Nächste Station die CIBC Filliale, nochmals Frischgeld. Das (un)nötige Motel gestern hat dummerweise ein ziemliches Loch in die Reisekasse gebrannt.

Und das schlimmste passierte gestern gegen 22:00h. Angeblich soll ich an diesem Tag 500mb Datentransfer gebraucht haben, und damit war die Grenze erreicht. Schluß mit Internet. 
Auch eine neue Erfahrung. Datenbasierte wifis in Motels.
Mir gehen die Motels zunehmend auf die Nerven, schlechte Ausstattung, ramponierte Möbel, laute Nachbarn und jetzt auch noch ein limitiertes web. Dabei ist sowieso am Abend regelmäßig Schluss, wenn alle noch mal schnell in Netz wollen. Deren Glück ist, das ich nie wieder komme, insofern lohnt es nicht überhaupt etwas zu sagen. Die Techniker der einzelnen Gasförderstätten machen den Motelmarkt kaputt. Der Bedarf ist riesig, deswegen steigt auch der Preis. Auch der Preis für schlechte Motels. Bezahlt wird alles.
Deswegen heute auch nun auch noch ein Besuch am VisitorCenter.

Start gegen 10:15h. Nach einem längerem Geplänkel von 15 flachen Kilometer ging es dann wirklich los. Hügel hoch, Berg runter, geändert hat sich nicht. Wind gab’s auch, aber damit war es bei den Fotostops wenigstens Mückenfrei. 
Das schönste an der Reise passierte bei Km 50. Ich entdeckte einen Schwarzbären, der direkt vor mir die Strasse kreuzte und im Seitenstreifen, sich  ausgiebig der Reinigung widmete. Ich musste warten bis das nächste Auto erschien und durch winken konnte ich mit ihm an seiner linke Seite gefahrlos mich dem Bären nähern. Nach längerer Zeit endlich wieder mal ein Schwarzbär in voller Größe.
Soweit wie gehabt, dann aber kam nach knapp 60km purple heart day. Eigentlich hätte das Ziel mit Namen Steamboat schon auftauchen können, aber die exakte Orientierung hapert ja bekanntlich etwas. Steamboat creek kam ins Bild, na nun kann es nicht mehr weit sein. 

Und dann entdecke ich am Horizont praktisch eine steil gen Himmel verlaufende Strasse.
Ne, das kann nicht sein, das meinen die nicht ernst. Das muss eine Lichtreflexion sein. Dazu muss man sagen, dass ich geradezu in einen dicken schwarzen Hund hinein fuhr. Vollschüttung mit Ansage.
Der Schauer erwischte mich im unteren Teil der Steigung. Da, wo die mahnenden Schilder mit der Schneekettenpflicht von 1.Oktober- 30.April stehen. Der Berg nahm hier schon kein Ende und während der Himmel die Schleusen öffnete und ich nach oben stapfte kommt doch ein Biker mir entgegen. Ich hab echt geschrien, manche Dinge sind zu unglaublich. Jackson in Ft. Nelson sagte noch maximal zwei oder drei Biker machen diese Strecke pro Jahr und bei ihnen Station. Yun aus Korea ist in Anchorage/AK gestartet und will zu den Maritimes und war sichtlich angegriffen während unserer Begegnung. 
Yun aus Korea

Ein Blick auf das Fahrrad bestätigte meine Gedanken, Wasser ist in diesen Tagen ein wertvolles Gut. 
Yun hatte eine ganze Batterie von re-used Getränkebehältern auf dem Heck. Pitschnaß standen wir auf dem Seitenstreifen, schade, dass das Wetter so schlecht war. 
Das Gewitter war 12min nur kurz und im abschließendem Nachregen stieg ich wieder in den Berg. Er nahm schlichtweg kein Ende. Auf jede Kurve folgte eine neue. Steamboat ist der Name des Berges, dessen Silhouette ein wenig an ein Sternwheeler erinnert. Fürher gab es auf der Hälfte der Strecke eine Tankstelle mit Motel, Restaurant und Camping, die nun seit längerem verwahrlost in der Landschaft steht. 
Vandalismus hat stattgefunden, die Bilder zu Prophet River wiederholen sich, alles bewusst zerstört, wirklich aber auch gar nichts ist noch zu gebrauchen, Vögel wohnen nun im ehemaligen Haupthaus. 
Steamboat Motel Gazolin Station


Ganz nebenbei, die verwahrloste Werkstatt bietet eine Umweltverschmutzung 1. Ranges. Öle, Fette, Gasflaschen, Farben, alles ungesichert, dem Verfall preisgegeben. Es bleibt schleierhaft, wieso niemand einschreitet, aber ich habe inzwischen 2 weitere Objekte dieser Art gesehen, es überrascht mich nicht. Ich überlege, ob ich aufgrund der fortgeschrittenen Zeit hier das Zelt aufbaue. 
Steamboat Garage
Es herrscht eine malerische Aussicht.
Vielleicht aber sollte ich den kleinen Hügel noch schnell in Angriff nehmen und dann abrollern.