tramps like us, baby we were born to run...[Bruuuuce1975]

Anmerkung: Wir stellen das Blog jetzt wieder online, um noch ausstehende Korrekturarbeiten abzuschließen.
Ausserdem sollen später Inhalte dieses Blogs in das neue Projekt übernommen werden.

[Arbeitstitel] ukrainisch/russiche Notizen 2016 unter blogger


Mittwoch, 5. November 2014

Palo Alto-Google+Stanford

Di.,4.11.
Silicon Valley
Als ich um 07:00h das Zimmer verlasse, finde ich Brian draußen im Garten beim blumengießen. Unglaublich, schon wieder voll in Aktion. Ich sehne mich mehr nach einem Kaffee und einer Tageszeitung, als um die Zeit, den Blumen Wasser zu spenden. Seine Begeisterung für das Fahrrad ist an diesem Morgen nicht zu bremsen, also das mit der leichten  Fahrradtour wird nichts, sagt er nüchtern, er hätte gestern noch ein wenig herumgemailt und nun wären sie zu 15, Start ist auf einem Parkplatz nach seinem Dienst.
Brian aus Palo Alto

Also original dann, wenn es dunkel wird. Gute 40 km, 2500ft Höhenmeter, und vielleicht noch danach ein Diner mit allen. Also? ach nee Brian, um nicht zu sagen, bist Du irre? Nein, er meint das ernst. Eine super Idee, ein workout auf dem Rad in der Dunkelheit. Ich finde workouts in der Sauna viel besser, aber meine Gastgeber sind ja völlig fahrradbegeistert.


Völlig unbewegt stellt er fest, das er einmal pro Woche schon mal einen 100Meilen Ritt machen müsste, allein, um in Form zu bleiben. Wie wär's mit 'ner Rolle schlag ich vor, vorallem, man wird nicht naß? Aber Brian lächelt nur müde.

Es findet sich tatsächlich ein Rest Kaffee in seinem Kühlschrank, irgendeine dubiose, italienische Marke, Gott sein dank. Brian trinkt keinen Kaffee und will lieber Ceralien mit Früchten. Das klassische amerikanische Frühstück.
Heute ist genereller Wahltag in den USA und Brian will vor dem Dienst ins Wahllokal, dabei geht es grundsätzlich alles mögliche, ob man Flour ins Trinkwasser mischen sollte, oder Steuern erhöht werden sollen, oder ob der, oder die vielleicht Richter, Staatanwalt, Landrat oder sonstwasweißich werden soll. Seit Wochen sind in den Strassen die Plakete für die Wahl zu sehen, Yes on P oder No on K, ich frage mich dann jedesmal, was wohl P sein kann? Die Wahl findet wie in Deutschland in irgendwelchen Schulgebäuden statt.
Danach geh'ts los, verschärftes Tempo, Brian tritt rein und wir rasen mit 30km/h seinem Job entgegen, warum müssen die bloß immer so rasen? Ich versuche mit einer Hand nebenbei Fotos zu machen. Es herrscht lebhafter bring-die-Schulkinder-in-die-Schule-Verkehr.
Radwege in Palo Alto
Dann sind wir an der Bay. Ich sehe das Wasser und die ersten Schilder tauchen auf. Google. Der Name, an dem in Sachen Internet niemand vorbei kommt. Oder jedenfalls nur knapp. Hier in Palo Alto's Nachbarort Mountain View ist Google Headquarters. Aber ganz ehrlich, man sieht nichts. Da fahre ich an einer der wertvollsten Firmen der Welt vorbei und an den Parkplätzen stehen kanpp metergroße weiße Schilder mit den typischen bunten Bildern.

Wikipedia.org Google Inc.
Also, jede Shelltankstelle oder jeder Walmart in einem Sanierungsgebiet ist auffälliger. Höfliches Understatement. Google Campus, das sind architektonisch unauffällige 4-5stöckige Officegebäude inmitten vieler Bäume in einem parkähnlichen Gelände. Wären da nicht diese überall herumstehenden bunten Fahrräder, das sogenannte G-Bike oder sie bunten Gartenstühle, es könnte jede andere Firmenzentrale sein.

Einzig die auf allen Hauptstrassen auftauchenden großen weissen Google Busse, der G-Bus, weisen auf die besondere Firma hin. Google holt seine Arbeitnehmer aus dem 50km entfernten SF in eigenen Bussen ab. Sie bleiben autark und bieten dem Arbeitnehmer ein fast unablehnbares Angebot.
G-Bus

Mach' Dir keine Sorgen wir bringen Dich hin und wieder zurück, Du mußt nicht auf Züge warten oder dich in deinem Auto durch den Stau quälen. Wir fahren Dich! Natürlich in der erwarteten Gegenleistung, das der Googleaner sich dafür  besser in seine Arbeit einbringen kann. Berühmt geworden sind die Angebote wie Massagen am Arbeitsplatz oder Ölwechsel nebenbei während der Arbeitszeit, sollte man doch mit dem eigenen Auto kommen. Hier also laufen die Fäden zusammen, Geld scheint keine Rolle zuspielen.

Ob meine Daten auch hier in einem Keller zusammenlaufen? nein, lacht Brian, die Surferfarmen sind nicht auf diesem weitläufigen Gelände, sondern irgendwo auf dem flachen Land. Zum Beispiel in Watsonville. Die Grundstückpreise sind für solche Gebäude hier viel zu hoch. Schade!
Wikipedia.org Ames Research Center
Ich sehe Brian davon fahren und am Hauptgate des riesigen NASA Geländes am Moffett Airfield einchecken. Jeden Tag gute 10 Meilen Arbeitsweg an die Bay.

Er arbeitet als technischer Ingenieur für Ames, grob gesagt, einem Betreiber für WIndkanaltests. Ich kann seinen Erklärungen nur schwer folgen, dafür reichen meine technische Vorstellungskraft und vorallem mein englisch einfach nicht aus, aber ich verstehe, sie können ganze Kampfflugzeuge aerodynanischen Strömungstests aller Art aussetzen und testen sowohl für die zivile Luftfahrt, als auch für die Airforce und die Nasa. Es bedarf den Stromverbrauch einer 100.000 Einwohner Stadt, wenn sie online gehen, wie Brian sagt. Vor dem Gebäude steht ein etwas in die Jahre gekommenes 1:3 Modell eines SpaceShuttles. Die gesamte Anlage ist mit dem bloßen Auge nicht zu überblicken, bereits in den 50er Jahren begannen sie mit dem Aufbau des Geländes.

Ebenfalls auch auf dem Gelände ist der Pleiades Supercomputer beheimatet, lange Zeit einer der schnellsten Computer der Welt. Auf dem State Federal Moffett Airfield landen bisweilen die Präsidenten, wenn sie Californien besuchen.
Wikipedia.org Moffett Federal Airfield

Palo Alto

Highway 82 el carmino real


Mo., 3.11.
Leaving San Francisco
Ich bin schon alleine deshalb früh wach, weil meine Zimmernachbarn ebenfalls allesamt frühaustehn.
Ein letztes Mahl zum Frühstück hinunter in den 3.Stock, dann das Bike aus dem Keller geholt aufgesattelt und um 08:45h verlasse ich das Hostel.  
Ich hätte gut noch bleiben können. San Francisco war mehr, als ich erwartet hatte. Ich bin Gegensatz zu meinen sonstigen Gewohnheiten sehr unvorbereitet in die Stadt gekommen. Habe die Stadt auf mich einwirken lassen wollen.

Ungeplante, sponte Streifzüge. Und dann bietet San Francisco eine solche Menge an kraftvollen Eindrücken, das gar keine weitere Planung  notwendig ist. Zwar hat es SF auch dieses Jahr nicht unter die ersten 10 lebenswerten Metropolen geschafft, ist aber im Gegensatz zu Vancouver 10x aufregender.
Thrill don't means liveable
Dabei ist die touristische Schokoladenseite genauso fesselnd wie die Viertel der Stadt, in die für gewöhnlich nur wenige Touristen verirren. Mit einem Wort, die Stadt ist awesome. Awesome, der Begriff, der nach Übersetzung irgendwie für jede emotionale Regung von furchteinflössend über wahnsinnig bis affengeil passt.
Alles mögliche ist in Nordamerika awesome. Der Fahrradmechaniker, der gut arbeitet oder der schnelle check-in im Hotel. Oder wenn das healthy food gerade mal wieder super ist. Alles kann awesome sein. Und San Francisco ist sowieso awesome.

Nach 7 Tagen, nun also wieder less awesome, touristisches Mittelmaß. Es fängt schon mit der Abfahrt an. Sicher, es ist nicht brillianteste Idee, in der MontagmorgenRushhour durch die Stadt mit einem Trecker zu fahren. Die Strassen sind verstopft und die grünen Ampelphasen viel zu kurz.
Meist ist es bereits in der Mitte der Kreuzungen bereits wieder rot. Der Gegenverkehr fährt gnadenlos hupend an; ich stehe im Niemandslands. Die Amerikaner lieben ihre Hupe.

Nach 6km auf der 3rd Strasse ist die Hektik der Innenstadt abgeschüttelt. Die dritte Strasse führt nun an endlosen Lagerhäusern und ausgedienten Fabrikgebäuden immer am Wasser entlang nach Süden. Erste Station ist San Francisco Internatiol Airport, SFO, bei Km 21. Ursprünglich wollte ich von hier am 3. Dezember nach Neuseeland starten. Nun kommt es anders.
Malcom X Plakat in den Außenbezirken der Stadt
Alles wirkt sehr großzügig weitsichtig geplant. Über mir erscheint ein Schienenbus der BART, der Bay Area Schnellbahn, die die Innenstadt mit dem Terminal verbindet. Ich könnte von der Strasse unterirdisch in das Terminal einrollen. Neben mir der 101er mit seinen 10 Spuren.
101 going south
Es wirkt alles gigantisch. Der Flugfafen hat 2 Startbahnen, die über über die Bay nach Osten führen. Ich fahre scheinbar endlos lange an SFO vorbei und kann durch den Masschendrahtzaun den startenden Maschinen zusehen. 
Ein BART Automatik-Zug erreicht den Flughafen
Weniger als eine Minute, ist die Vorbereitungszeit zwischen den Maschinen. Eine Maschine folgt der nächsten. Von Süden scheint die Anflugrichtung für den Airport sein. Auch hier scheint der Strom nicht enden zu wollen
SFO Area, Source:mapsof.net/san-francisco-bay-area-map
Im Grunde hatte ich alles vorbereitet und wußte, das ich einfach nur zwischen dem 101er und der Küste nach Süden fahren müßte.
Aber es gelingt irgendwie nicht. Die von mir notierten Strassen tauchen nicht auf und es passiert mehrfach, das ich an einer T-Kreuzug stehe und keinen Namen wiedererkenne. Irgendwie geht es zwar immer weiter, aber es gleicht der Anfahrt nach Sausalito, es scheint eine durchgehende Radwegauschilderung zu fehlen. Palo Alto gibt es nicht. Ich bin kurz davor das Garmin zu aktivieren. 'Erreiche Foster City und stürze zur Mittagszeit in einen McDonalds. Die letzten 15km bin ich durch eine ewiggleiche EinfamilienBungalow Siedlung mit Doppelgarage gefahren, ohne Ortschilder zu erkennen. 
Ich bin völlig vom Kurs abgekommen. Die letzten 5Km also wieder zurück, die nächste Brücke über den 101er und dann wieder nach Süden.

Die Strecke ist flach, es hat 22° um 14:00h und es weht ein leichter Nordwind. Kurz, es herrschen für einen 4. November traumhafte Bedingungen.

Die Landschaft ist nicht besonders aufregend. Ich fahre durch ein weites Tal, die Strassen sind mit großen Palmen gesäumt, links verläuft das Ufer der Bay, der Pazifik ist einen Gebirgszug auf der rechten Flanke von mir entfernt. Irgendwann muß ich da rüber.
Kurz hinter Redwood City durchfahre ich einen langen, abgewirtschafteten Strassenzug, in dem die Sprache nun vorwiegend spanisch ist. Keine 50km südlich von SF begegne ist einem ganz anderen Amerika. Ich beginne meine Sätze nun wenn ich nach dem Wege frage nun mit den Worten Buenos Diaz, Senior.
Danach erreiche ich Palo Alto, es beginnt mit einer langen Parkallee. Die Häuser haben alle blickdichte, übermannshohe Zäune. Nichts ist zu sehen von den Anwesen. Menlo College heißt dieser Bezirk. Später werde ich erfahren, das Menlo College, die Chance für Kinder sehr reicher Eltern sind, die aufgrund ihrer Abschlußzeugnisse keine Zulassung für die Eliteuniversität Stanford halten.
Palo Alto hat mit SF die höchsten Immobilienpreise hider auf der Halbinsel. In Amerika werden Preise für Häuser immer in Squarefoot berechnet. Es ist keine Besonderheit, für ein 992 QF Haus, also gute 92qm 3Mio$ auf den Tisch legen zu müssen.
Die Middelfield Road scheint bis nach Mexiko zu führen. Brian hatte mit erlaubt auf seinem Grundstück in der College Ave. auf ihn zu warten. Er würde erst nach Einbruch der Dunkelheit am Abend kommen. Neugierig wollte ich gucken, wie es aussieht und dann vielleicht in den Nachbarort Mountainview zu den Oberbösen. Allein es gibt keine College Ave., ich spüre, das es wieder aus dem Ruder läuft.

Montag, 3. November 2014

SF-Methodistchurch, Taylor street

So., 2.11.
Glide
Sie war mir aufgefallen, seit ich das erste Mal durch Tenderloin gestreift bin und jedesmal wenn ich in diser Woche an ihr vorbei ging, waren die Tore verschlossen. Taylor Ecke Ellis steht sie, eine methodistische Kirche mit hohen Glockturm, gegennüber dem Hilton Hotel. Ein auffälliger Bau in den Strassen, in denen viele abgehalfterte Hotels stehen, in denen die Obdachlosen draußen auf der Strasse campieren. Wie ein Leuchtturm im Meer der Armut, wenn man den zugegeben abgegriffenen Ausdruck benutzen darf.

Ich hatte den festen Wunsch die Kirche von innen sehen zu wollen, aber es schien nie geöffnet zu sein. Meist lungerten homeless vor ihrem Eingang. Also gut, dann muß sie am Sonntag geöffnet haben, wenn sie noch überhaupt noch arbeitet.
So mache ich mich heute morgen auf zum Gottesdienst. Hätte ich mich informiert, wäre ich vielleicht vorbereitet, aber so ich eile die Treppe im Hostel herunter und wundere mich noch, das der Portier die Kirche ganz genau kennt. Jeder kennt die Glide Methodistchurch hier.
Wikipedia.org Glide Memorial Church
Und 5min später weiss ich auch warum. Als ich die Kirche erreiche sind die Tore auf und Gospelmusik dringt mir bereits von weitem entgegen. Ich erreiche den Eingang, komme in eine große Halle, dieTreppe hoch, immer weiter laufen ruft man mir ungefragt entgegen und dann stehe ich plötzlich im Gottesdienstraum. Es ist ein riesiger Raum mit Empore, nahezu völlig gefüllt, eine Band spielt, die Leute sind aufgestanden, klatschen und tanzen in den Bänken. Ich drehe mich um, entdecke die Band mit Bläsersektion, und einem gut 50 Personen großer Chor. Es ist wie auf einem großen Gospelkonzert.
Gottesdienst mitten in Tenderloin. Das Publikum ist völlig gemischt. So wie die Bewohner Tenderloins. Permanent ist ein Kommen und Gehen, nicht alle halten es lange im Gottesdienstraum auf.
Aber es braucht keine weitere 5min, dann wirkt diese spirituelle Stimmung total ansteckend auf mich. Dieser Gottesdienst folgt anderen Regeln, als ein Gottesdienst in Lübeck, St. Marien. Anstatt einer testamentlichen Lesung kommt es zu einem Zeugnis einer Person, die unbedarfte Menschen sofort als Transgender bezeichnen würden. Hautenge orange tights, wallendes rotblondes Haar, dunkler Hauttyp und mindestens 1,90m groß und erzählt aus ihrem Leben. Wie sich ihr Leben durch Glide verändert hat. Lautstark und fesselnd. Oh yeah Jesus, es herrscht Stille im Raum, die immer wieder durch Applaus unterbrochen wird. Glide, dieses Wort fällt nun häufig.
Danach wieder der Chor mit drei männlichen Solisten. Heja, das alte ehrwürdige Gemäuer scheint zu beben. Es hält die Leute nicht auf ihren Stühlen. Wieder stehen die Leute auf in den Bänken, die Musik rührt einen an.
Es folgt eine Pause und es erscheint eine Person im schwarzen Kostüm mit schwarzem Zorro Hut und der Langschnabel Maske der Pestdoktoren des Mittelalters. Es ist der Beginn der Predigt. Auch in Amerika wird Allerheiligen als All Saints day gedacht und in der Gemeinde gedenkt man den verstorbenen Gemeindemitgliedern. Sie werden in Form von Fotos im Anschluß an die Predigt über den Beamer eingeblendet. Auch ein Foto von Robin Williams ist dabei. Die Predigt ist kurz.

Es ist nicht ganz klar, ob ein Gebet die Ansprache beendet, das Vater Unser fehlt. In diesem Gottesdienst gibt es keine contemplative Stille wie in Taisè. Hier ist geballte Energie spürbar.

Und es wirkt autentisch. Es gibt einige Menge Menschen die in diesem Gottesdienst kamen. die auf der Strasse leben o der über eine lange Erfahrung mit Obdachlosigkeit verfügen.
Hier helfen eine hohlen Phrasen des Wohlstandschristentum, a la Joyce Meyer und ihrem schalen Bibelkanal, hier an dieser Ecke der Stadt, wo die homeless people an diesem Sonntag noch zu Beginn des Gottesdienstes auf der Strasse liegen, hier hilft nur praktische Basisarbeit. Die Leute dieser Gemeinde blicken jeden Sonntag dem Elend direkt ins Gesicht. Ich bleibe lange sitzen und spüre eine innere Begeisterung.
Danach leert sich der Saal. Glide.

Die Gottesdienstbesucher gehen.







Ich bleibe zurück und wandere durch das Haus. Es gibt einen improvisierten Kirchenkaffee, aber es kommt keine Ruhe auf. Die meisten verabschieden sich schnell und gehen.

Ich entdecke den über mehrere Stockwerke bestehenden Anbau neben dem eigentlichen Kirchentrakt, in dem von HIV/ HEP Schnelltests über Rechtshilfe Auskünfte bis hin zu einem praktischer Lebenshilfe alles geboten wird. Dreimal täglich wird eine  Essenausgabe organisiert. Auch gibt es einen Flur in dem Frauen mit ihren Kindern Zuflucht finden können. Praktische Lebenshilfe da, wo sie am dringendsten in diser Stadt gebraucht wird.

Ich treffe Reverend Cecil Williams und er nimmt sich 5min Zeit für ein Gespräch.
Mitte der 60er Jahre haben sie sehr radikal ihre Kirche hier geändert. Die Kirche geöffnet, für die die weit am Rand der Gesellschaft stehen.
Zu einer Zeit als die meisten Hotels rund um das Gottesdienst vielleicht sogar noch funktionierten.
 
Der Glide Gottesdienst war großes Kino. Es ist ein betriebsames Haus. Es bleibt die Frage, wieviel Zeit der Reverend in der Woche bei allen Aufgaben für einzelne Gemeindemitglieder hat.
Ziemlich beeindruckt verlasse ich das Haus. Aber es gibt kritische Gedanken. Gerne hätte ich mehr erfahren über das Haus und deren Organisation. Aber dafür ist wenig Zeit, es gibt anscheinend auch niemanden, der neue Erstbesucher der Gemeinde am Gottesdienst empfängt. Das ist vielleicht die Kehrseite des Prinzips der offenen Türen. 

In Deutschland gehört es mittlerweile zum guten Stil Besucher der Gemeinden zu Beginn des Gottesdienstes zu begrüßen und nach ihrer Herkunft zu fragen. Manchmal vielleicht mit einem zuviel an Nähe. Hier im Glide, fragt niemand. Zwar sind dutzende Menschen mit Walkie Takies und Westen in dem Gebäude dienstlich, aber hier fragt niemand wer Du bist, oder woher Du kommst.
Praktische Lebenshilfe und Offenheit ohne Ansehen der Person sind in diesem Viertel zunächst wichtiger, um den Leuten die Schwellenangst zu nehmen.
Glide.org

Im Hostel verstehe ich, wie Glide und Kirche zusammengehören. Es ist eben nicht einfach nur eine von vielen methodistischen Stadtkirchen hier in SF, nein, Glide ist eine Stiftung, die aus einer methodistischen Gemeinde enttand und die mittlerweise durchaus nationale Bekanntschaft erreicht hat und  zu deren Fördermitgliedern unter anderem Bill Clinton und Oprah Winfrey gehören.

Und deren Chor und Band zu den besten Gospel Ensembles Amerikas gehören. Und sie waren auf der Trauerfeier für Robin Williams anwesend.

Dreht man sich in vor der Glide church um 180°herum erblickt man den 10 Stockwerke aufragenden Block des Hilton Hotels. Nur auf der anderen Strassenseite. Für 250$ im mittleren Preissegment. Genau eine Strasse trennt Armut und Reichtum.

Sonntag, 2. November 2014

SF Fort Mason

Das nennt man Glück, hier an dieser Stätte in SF wird englisch gesprochen
Sa.,1.11.
Funeral
Im Grunde hatte ich mehr erwartet vom amerikanischen Halloween. Dafür, das in den Dörfern und Kleinstädten die Häuser teilweise zum Schreien komisch waren und Leute viel Geld für Deko ausgaben, dafür das die gängigen Stores hier in SF eine riesige Auswahl an Kostümen boten; außer Spesen nichts gewesen.

Nein, es war enttäuschend. Zwar gab sich die Hostelbesatzung redlich Mühe, alle Kräfte waren verkleidet, aber auf den Strassen um 22:00h war wenig zu sehen. Und die Gäste des Hostels waren geteilt.
Ein Großteil war nicht kostümiert und der andere Rest nahm die Gelegenheit war, sich im Kostüm dem Alkohol hinzugeben. Kurzum, wenn es unbedingt 3-8 Bier sein müssen, geht das auch ohne das Alcatrazkostüm und die alberne Plastikkette. Aber gut, ich komme aus dem Norden, ich fahre auch nicht im Winter an den Rhein und versuche literweise frühreifes Bier im Entwicklungsstadium zu trinken. Und dabei alle drei Minuten Kölle Alaaaf zu schreien.
Der teure Einkaufsspaß, falsch mehrere100$ Buße
Der Morgen danach ist im Speisesaal deutlich ruhiger, den letzten Zorro habe ich heute morgen bei meinem Boxenstop um 3:18h vor meiner Tür liegen sehen.  Es braucht heute etwas länger, bis die Halloweenees wach werden.
Es gibt neue Gesichter in der Küche, ein Schar deutscher Abiturientinnen, die gerade durch die USA touren und  sich als Aupair verdingen sitzen am Tisch  Sie klagen sich gegenseitig ihr anstrengendes Leben. Es ist schon zum Schmunzeln, dieser Generation zu zuhören, die inzwischen allesamt meine Kinder sein könnten. Aber jeder hat sein Smartphone vor sich liegen und es wird neben essen und trinken viel Zeit für Facebook investiert.
Chinatown goes Pop

Ich komme aus einer scheinbar anderen Welt. Ich muß immer wieder feststellen, meine Entwicklung ist so ganz anders verlaufen, ja natürlich, es gab auch keine Smartphones, aber ist es nicht allein.
Und doch bin ich neidisch; ein wenig neidisch über diesen Vorsprung dieser Generation. Ich habe immer noch Schwierigkeiten mit meinem Smartphone, habe elementare Dinge noch immer nicht ganz verstanden, vorallem aber, bin ich neidisch auf die Freiheit diese haben, so ein Leben zu führen.
Ich brauchte fast 30 Jahre länger um herauszufinden, wie atemberaubend so eine Zeit sein kann, hier in einer anderen Welt. Meine Eltern hätte ich schlichtweg mit dem Gedanken überfordert, hey, ich will mal für eine Zeit Deutschland verlassen. Es ist nicht passiert, stattdessen gab es Kinder, Ehen, Träume und zerplatzende Träume und neue Träume. Aber für einen Austieg auf Zeit war irgendwie keine Zeit da. Und jeder in meinem Alter weiß, wenn es nicht frühzeitig passiert, wird es immer schwieriger, so einen Traum zu realisieren.

Ich verlasse das Haus wie gewohnt gegen 10:00h und mache mich erneut auf zum Meer. Nochmals zur Fisherman's Wharf und an den Strand, aber diesmal ein gutes Stück weiter, über den Hügel nach Fort Mason.
In der Jackson gibt's wieder etwas aus der Rubrik Autsch!
Ich komme hinzu und sehe 2 ungewöhnlich parkende CableCars. Es ist ein unfreiwilliger Stop. Ein schwerer Ford Pickup hat auf der linken Strassenseite gut 2 Fuß vom Bürgersteig frei in die Strasse hineingeparkt. Es wirkt schon dreist. Die Bahn ist blockiert. Alles Aussteigen und warten auf den Abschlepper. Es ist nicht klar, wann die Fahrt fortgesetzt werden kann.

Ich komme ins Gespräch mit dem schwarzen Officer. Passiert das oft? Sehr oft, aber meist sind die Leute im Haus und kommen hinaus und beheben den Stau sehr schnell. Unglücklich ist es wie heute, wenn die Leute in Chinatown zum shoppen unterwegs sind. 
Was kostet das? Wenn der towtruck den Wagen am Haken hat 600-800$. Meistens versuchen die Leute noch beim Heraunnahen zu fliehen.
Schon 30min stehen sie hier. Aber der towtruck läßt sich an diesem Morgen Zeit. Müßte auch erst von oben rückwärts hinunter und den Wagen herausbugsieren.
Natürlich ist das ein Wettlauf durch die engen Strassen, ist der Wagen erst am Haken, ist das Geschäft gemacht. An diesem Tag wird es etwas preiswerter. Zwei sehr junge Leute erscheinen, stammeln dreimal sorry Sir und verschwinden auf die Schnelle. Hast Du die Nummer, schreit sein Kollege?und lacht. Sie haben ihren Humor behalten, dafür passiert das zu oft, dennoch diese Nummer kostet mehrer hundert Dollar.

Am Samstag ist Chinatown gefühlt irgendwie noch geschäftiger, noch wuseliger, als in der Woche. Im Bereich der Lebensmittelmärkte an der Stockton herrscht ein Betrieb, als ob alle Läden zeitgleich Ausverkauf machen und schließen. Die Preise sind grob gesehen überall gleich, es gibt pro Strassenseite 5 Läden hintereinander, die alle Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch verkaufen, aber es scheint, als ob jeder denkt, gleich gibt's nicht mehr.
Greenstreet  Funeral

Ich muß dadurch und will das typische California Tshirt haben, gibt's zwei Blocks weiter in der Parallelstrasse. Auch hier gilt, jeder Händler hat sie, 1Shirt 4$, 3Shirts 10$ oder 5shirts 12$. Am Hafen sind sie teurer, aber nicht besser, nur der faule Tourist zahlt 4$ mehr. Wer läuft zahlt weniger. Und doch für eine kurze Zeit muß das Gewissen beruhigt werden. Ein Tshirt für 4$, beste China Ware, aber zur Verkaufsförderung mit dem Hinweis USA Quality versehen. Was heißt das jetzt? Produziert in den USA, oder haben Käufer anderer Länder mindere Stoffqualitäten zu erwarten?
Der Käufer, so er nicht ethnischmoralisch orientiert ist, kauft das Shirt und fragt nicht, für welchen Hungerlohn in welcher Fabrik ein Stück Stoff für umgerechnet 2,70€ hergestellt wurde und auch noch verschifft wurde. Inklusive Steuern, Hafengebürhen, etc. Hab ich jetzt auch getan, mußte sein, ich war bis zum Schluß nicht davon überzeugt, das die teureren Shirts aus einer anderen Fabrik kommen.

Samstag, 1. November 2014

SF-Die Parade

Ausnahmezustand ab noon
Fr.31.10.
Yes,Yes,Yes, we did it.
Es regnet in Strömen. Ausgerechnet heute, wo die offizielle Siegesfeier anberaumt ist. Einige Blocks weiter am Civic Center, denke ich immer noch, obwohl der Hostel Portier gestern deutlich von the parade gesprochen hat.
Gibt es eine zweite Bedeutung im englischen für parade? Wieso Parade? Was für eine Parade und warum sollte ich keinen Platz kriegen, weil alles überfüllt sei? Hätte ich nur gestern genauer nachgefragt. aber für mich war klar, eine Siegesfeier eben, so wie in Deutschland, wenn Bayern mal wieder den Pott geholt hat.

Dann stehen sie auf dem Balkon des Rathauses in München auf dem Marienplatz und lassen sich feiern. Mehr oder weniger alle Jahre wieder.

In Unkenntnis der Situation, die sich gerade zwei Blocks weiter bereits auf der Market abspielt, sitze ich gemütlich im Hostel trinke Kaffee und schreibe. Es regnet unentwegt. Um 12:00h soll's losgehen. Also verlasse ich im Dauerregen gegen 11:00h das Haus, man kann ja mal gucken.

Drei Schritte aus der Tür sehe ich das die Market Strasse etwas weiter drunten komplett abgesperrt ist. Ein Meer von Schwarzorange. Als ich mich den Sperren nähere, verstehe ich endlich was sie mit the parade meinen. Eine wirkliche Siegesparade, Start 12:00h vom Ferry Building die Market hinauf bis zur City Hall.
Ich traue meinen Augen nicht, es ist überwältigend. Die breite Straße ist komplett über Kilometer abgesperrt und es gibt nur Schwarzorange. Und es regnet Cats&Dogs. Doch die Menschen sind schon seit Stunden an den Gittern, um sich einen guten Platz zu sichern. An machen Stellen gibt es kein Durchkommen, alles ist mit Giants Fans verstopft.
Normalerweise mache ich mich nichts aus Massenveranstaltungen, ich meide sie wann immer ich kann, aber heute, hier, da geht es nicht anders. 
Ich habe das schon einmal in meinem Leben erlebt, damals als Lance seinen 5. Toursieg auf der Champs Elysees zelebrierte. Es war die Zeit, als es zwar Gerüchte gab, aber der Druck noch nicht zu stark war. Wir rannten am frühen Morgen durch die noch leeren Strassen der Pariser Innenstadt und waren völlig überrascht, das so viele Leute schon auf den Beinen waren.
Standhilfen für Kleinwüchsige in der 6. Reihe, an diesem Tag ist Körpergröße ein unbezahlbarer Vorteil
Hier ist das anders, hier wir eine Mannschaft gefeiert, lets go Giants! Ich bin sprachlos, stehe in der fünften Reihe an einer für mich übersichtlichen Stelle, Bon Jovi dröhnt aus den Lautsprechern, es regnet in Strömen und es ist 11:10h. Noch 50min+X.
und es gibt doch eine Pferdestaffel

Und die Leute sind in Partystimmung. Sobald ein Fotograf für ein Stimmungsfoto die Leute einpeitscht, geht ein ohrenbetäubender Krach los. Irgendwie scheint auch keine Schule zu sein, es sind unglaublich viele Kids im schulpflichtigen Alter anwesend. Es herrscht absoluter Ausnahmezustand. Gestern oder vorgestern soll es schwere Ausschreitungen hier in der Stadt gegeben haben, aber ich habe nichts davon mitbekommen. Heute hingegen ist alles friedlich, die Leute sind in absolut ausgelassen.
autenthische Fans der 7 Schwadron auf ihrem Leiterwagen

Ich habe auch ohne Trikot zufällig alles richtig gemacht, meine schwarze Regenhose und meine orange Jacke sind farbmäßig genau im Zielbereich, vielleicht hätte ich noch ein SF auf die Jacke malen sollen, dann wär's perfekt.
No.# Romo, Romo,Romo....
Das Warten zieht sich wie immer hin, es dauert und regnet ordentlich, aber keiner geht. Dann um 12:23h kommen die ersten Motorräder, es wird lauter.


Dann berittete Polizei mit den Fahnen und kurz danach erscheint der erste geschmückte Doppeldecker Bus. Seitlich sind die SpielerNr. und die Namen der Spieler angeschlagen. Die Menschenmenge ist nun nicht mehr zu halten.  Zwei Spieler pro Bus. Als erstes kommen Belt und Crawford.
Nicht nur die Mannschaft bekommt ihren Auftritt
Alle Spieler sind Millionäre, insofern ist es kein großer Unterschied zu Schweinsteiger, Ribery und Robben. Aber hier passiert etwas, was einem wirklich nahe geht. Da stehen nicht 16Spieler auf dem Balkon und halten einen Pott vom Balkon in die Menge und lassen sich feiern, hier ist jeder ein Star.
Sinnbild sind die riesigen Banner, die von den Laternen herunter hängen, Champion Together und orange October.
Der Wagen von Jake Peavy
Und nach dem ersten Bus kommen eben nicht die anderen, sondern erstmal marschieren die Platzwarte auf, es folgen die Kassierer, die Ticketabreisser, einfach jeder und mittendrin immer wieder mal ein Bus. Altgediente Recken, Veteranen  sind genauso dabei, wie Jahreskartenbesitzer, die mehrere geschmückte Strassenbahnen füllen.
Im Office herrscht Arbeitsunterbrechung
Dann kommt der Bus des Spieles Romo und die Menge um mich herum ist kaum noch zu halten. Romo, Romo,Romo. Es ist ohrenbetäubend. Und dann hält der Bus an und Romo steigt aus, herzt die Polizistin und geht zu seinen Fans.
mit eigenem Kamerateam und Begleitschutz, Madison Bumgarner

Der Konvoi gerät ins Stocken. Insgesamt dauert die Parade mehr als eine Stunde. Es gibt Konfetti, jede Menge Lolli, Halstücher undwasweißichnoch. Ehrlich, es geht einem nahe, auch wenn ich kaum etwas von den Regeln verstehe, ich denke an Gordon, Biker, du hättest hier sein müssen, man muß dabei gewesen sein.

Fast ist Schluß. Und dann kommt er. Bumgarner, verehrt wie kein anderer Spieler. Er hat seinen eigenen Wagen und ein Kamaerateam begleitet ihn. Er war auf den Titelzeiten der Zeitungen, Pitcher Madison Bumgarner, 25 Jahre alt, wertvollster Spieler der Saison 2014 und nun drehen sie alle ab. Minutenlang nimmt er die Ovationen der Fans auf seinem Laster entgegen. Fast rührungslos.
Zum Schluss folgt die Trophäe
 Aber die Menge tobt.
Danach ist die Parade zu Ende, was jetzt sichtbar wird, ist nicht schön, ein ungeheure Menge Müll an Plastikflaschen, Dosen und Dreck aller Art bleibt zurück. Es gibt viele, deren Stunde jetzt geschlagen hat, sie führen ihren Kampf mit Schnelligkeit gegen die professionellen Aufräumer, die sich auf der anderen Seite der Sperrgitter gesammelt haben. Es bleibt ein Paradies für Gebrauchtregenschirmsammler und Gebrauchtcampingstühle zurück.
Im allgemeinen wirrwarr bleibt auch das eine oder andere Giants Cap auf der Strecke.
zurück bleibt der Müll

Aber man muß es ihnen lassen, kaum ist der Wagen von Bumgarner durch, beginnen sie mit dem Aufräumen. tonnenweise Konfetti liegt auf der Strasse. Mehrere Kehrmaschinen sind parallel im Einsatz. Ich brauche eine Pause und trete den Heimweg an. Einen Kaffee im Hostel.
Die Party ist hier zu Ende

Nach einer Stunde folgt der zweite Teil, auf dem Weg zum Civic Center, das riesige Verdammlungsgelände, das gestern vorbereitet wurde.
Die Market street ist immer noch für Autos gesperrt, Polizisten sind überall zu sehen. Und plötzlich schlägt die Stimmung um. Während ich die Market erreiche, fangen mehr als 50 Polizisten plötzlich vor und hinter mir an zu rennen. Rennen an mir vorbei, nicht jeder altgediente Cop kann das Tempo halten.
und unvermittelt beginnt das Rennen

Heja, wat nun, Banküberfall? Von allen Seiten strömen die Cops herbei, muß ja was Großes sein. Fahrradpolizisten, Motocops, 4 Auto, Festnahme! Die Ordnungsmacht zeigt ihre Dominanz. Vier junge Leute liegen auf dem Boden, es wimmelt von Cops, jeder Widerstand ist zwecklos. Aber bei allem Respekt, ein Viertel hätte wahrscheinlich gereicht. Einen Bruch ausgerechnet heute auf der Market machen zu wollen ist vielleicht auch nicht wirklich intelligent.

Ich nähere mich der großen Wiese, gerade werden die Spieler noch einmal vorgestellt. Es gibt frenetischen Jubel und dann, gerade rechtzeitig, als letztes wieder Bumgarner über zwei Großbildleinwände. Es dröhnt in meinen Ohren.

Ich bleibe stehen und erlebe den Auftritt von Ed Lee, dem Bürgermeister der Stadt. Yes, Yes, brüllt er ins Mikro, Yes, we did it und wir sind heute in dieser tollen Stadt alle ein wenig größer geworden... Er spricht das aus, was die Menge hören will. Möglicherweise erreicht er auch die meisten.
 Dieser Tag ist ein Feiertag für die Stadt und ich sehe in viele glückliche Gesichter. Viele sind Nachfahren von Immigranten und haben keine weisse Hautfarbe.
Yes..., Yes..., Yes, we did it.

Für viele mag der Alltag morgen wieder etwas schwerer sein, wenn sie wieder etwas kleiner geworden sind im Anblick der tristen Gegenwart, aber das ist erst morgen.
und eigentlich ist heute auch noch Halloween