tramps like us, baby we were born to run...[Bruuuuce1975]

Anmerkung: Wir stellen das Blog jetzt wieder online, um noch ausstehende Korrekturarbeiten abzuschließen.
Ausserdem sollen später Inhalte dieses Blogs in das neue Projekt übernommen werden.

[Arbeitstitel] ukrainisch/russiche Notizen 2016 unter blogger


Freitag, 4. April 2014

Hamilton, poor town

Mr.Somal's Transportbandtoaster
Backstreets. Eine fantastische Entdeckung zu Beginn. Mr Somal's Transportbandtoaster. Nicht einfach schnöde Toast reindrücken und hoffen das sie unverklemmt wieder herauskommen, nein, Toast 'rauflegen und die Dinger werden über ein Laufbahnd gegrillt. Beim Spaß am Spielen kann man die Dinger schneller oder langsamer laufen lassen. Hinten fallen sie dann runter. Ultracooles Teil. So eins will ich auch auf dem heimischen Esstisch. Und ich frage mich, ob man wohl auch so schönes Nackensteak einfahren lassen kann.

Nach einer ereinigslosen Überfahrt, meist als auswiesene Radstrecke, the Waterfronttrail genannt, direkt am malerischen QEW geführt, bin ich in den Vororten von Hamilton gelandet.
wichtige Meldung Bananen sind angekommen
PostKanada
Unterwegs einen Kaffee bei Tim, in der Hoffnung hier, entlegen, auf der Autobahn, allein zu sein, was sich als trügerisch erwies, denn man fährt eben aus den Dörfern auf einen Kaffee zu Tim und auf einem Rasthof einige Männerträume fotographiert.

 Ich mache mir für gewöhnlich nicht viel aus Autos, aber die hier sehen schon stark aus. Die meisten Motoren laufen im Leerlauf vor sich hin, die Trucker scheinen in der Kaffeestube zu sein. Noch 45 km. Dieses Navi ist Gold wert. Es gibt mindestens 3x am Tag eine vor mir auftauchende Querstrasse an, ohne dass ein ernstzunehmendes Strassenverkehrsschild in der Nähe ist. Keine Kilometerangaben, oder sonst was.
Kings on the road

Natürlich kennt hier niemand 158 Marystreet.
Die Kanadier fahren echt vorsichtig. Ich bin jedesmal wieder erstaunt. Nur einmal an diesem Tag wird's stressig. Ich bemerke es, gibt auch in Kanada den grünen Pfeil und stehe mit meinem Trekker im Weg. Seitdem stehe ich in der Poleposition, für alle sichtbar, mit 3 m Vorsprung, damit können andere hinter mir rechts vorbei.

Hamilton Vorortbezirk - glaube ich jedenfalls. Hamilton hat mehr als 500.000E, 70 km südwestlich von Toronto. Die erste Notiz, dass ich dem Ziel näher komme, nahm ich bereits 23 km hier von meinem Hostel wahr.. Seitdem bin ich nur geradeaus gefahren. Es änderte sich nichts. Barton road. Entfernt sehe ich Hochhäuser, vielleicht kommt in der Verlängerung noch mehr, noch ein wenig Glanz. Hier ist es Trist. Die graue Maus. Das ist nicht Altona-Ottensen oder Prenzlauer Berg, wie das Koreaner Viertel oder Kensington Market in Toronto, das hier ist Marxloh. Wenn Toronto die Königin und Niagara die Prinzessin ist, dann ist Hamilton das Aschenputtel, bis jetzt. Hier wird das Geld mit harter Hände Arbeit verdient.
Männerträume


Jacques
Eine verfallene Hauptstrasse, Barton road, an der praktisch an jeder Ecke eine sharity Laden irgendeiner Kirchengemeinde residiert. Obwohl draußen im Hof eine Unterstellmöglichkeit für Fahrräder besteht,  verhandele ich abends über eine Aufnahme im Salon. Das Publikum auf der Strasse befremdet mich. Das ist nicht Toronto. Es gibt food donations und jede Menge Secondhand Gebrauchsläden.
Das Hostel ist der warme Farbtupfer in diesem subburb.  Herzliche Begrüßung, nachdem die Tür geöffnet wird, ja, letztes Jahr hatten wir chinesische und australische Weltradler zu Besuch. Ein viktorianischer Bau, old, but not so old, as your buildings in europe, wie sie mit einem Lächeln sagt. Ich habe einen großen Raum über dem ehemaligen Salon im Parterre der mit Lüster und äußerst commoden Ohrensesseln nebst zwei offenen Kaminen ausgestattet ist.. Wifi ist wie immer gratis. Es gibt eine wunderschöne große Küche, well equipted, alles da, respect the other peoples food. 


Radfahren hat Zukunft
Hamilton Guesthouse
Salon des Hauses
Nach Duschen, Kaffee und Skype zurück auf die Strasse. Ich muß Entscheidungen treffen, das Gewicht ist viel zu groß. Immernoch. 3x mußte ich inzwischen absteigen und in meinen Augen gedemütigt schieben. Fahrradfahren ist eine Abfolge von komplexen physikalischen Gestzen, weil, auf  nur 2 Rädern mit 25mm Querschnitt kann man eigentlich gar nicht stehen. Mit 45kg Gepäck wird das nicht besser. Erst duch die schnelle Bewegung der Beine entsteht die Sicherheit. Ich bewundere Zeitgenossen, die in meiner Heimatstadt diesen physikalischen Gesetzen trotzen wollen.
Kurz, bei weniger als 5km/h am Berg ist schieben die gefahrlosere Fortbewegung.

Aber das hier sind keine Berg, sondern nur Hügel. Eine Tunnelausfahrt vergleichbar dem Travetunnel.
Die richtigen Berge kommen erst noch.

PostCanada verlangt $31 für ein Paket über den Teich. Ich werde mich also stattdessen von mir liebgewordenen Dingen trennen und sie den sharitys übergeben. So bin ich viel schwer.
Blick aus dem Fenster

Auf der Suche nach der Post besuche ich Jacques, der einen Gebrauchtmischladen an der Barton betreibt. Wir kommen uns näher, nachdem er merkt, das ich keiner typischen Kunden bin, Luuubeck, yes, I know Luuubeck. Er kommt aus Holland und seine Mutter wohnt in Berlin. Seine Frau kommt aus Duusseldorf, Auch er verkauft Werkzeuge, Fahrräder, househeld goods, alles erste Qualität, junge top Gebrauchte, naja, ich will keines probefahren. Aber Jacques erzählt mir mehr über Hamilton als jede Touristeninfo und er rät mir vorsichtig zu sein. Morgen wird es Regen geben. Am Abend finde ich kein Hotel in der Nähe, alles schein ausgebucht zu sein. Der Winter ist zäh. Ein beinharter Ostwind pfeift durch die Strassen. Letzte Woche haben sie Radspuren auf den vierspurigen Oneway Ausfallstrassen durchgesetzt. Es war hart, sagt die Hostelchefin.
Draußen habe ich hier keinen Radfahrer gesehen.






Der bunte Wasserfall

Männertraum
Abschied. Niagara neigt sich dem Ende, morgen werde ich mich auf den Weg machen, das Knie muckt, mal sehen, wie weit es trägt.

Ich war noch mal da, um Tschüß zu sagen, die Altstadt schläft bereits seit dem frühen Abend, die wenigen, frierenden Nachtschwärmer vor den Fällen, verloren sich vor der poppig, in wechselnden Farben ausgeleucheten Szene. Die Fälle gehören zu den Top Touristen Highlights in Nordamerika.  Ich war da, es ist gut für's Selbstbewußtsein, es unter diesen Umständen geschafft zu haben. Im Winter bei 2° und eisigem Ostwind.


wechselnde Farbwasserspiele
Ich will das gar nicht klein reden, tausende Menschen verbringen in den Inns und Sheraton's um die Fälle herum ihre Flitterwochen, man muß sie mal gesehen haben und für wahr, im Sommer ist es natürlich auch klimatisch bedingt viel angenehmer draußen , aber, ob ich mir dieses zum Vergnügungspark aufgehypte Wasserspiel nochmal anschauen muß, ist doch im Moment fraglich. Nein, ist schön, aber nu ist auch gut.

Anders ist das mit dem Gulfoss im Thingvellir NP
Gullfoss, Source: wikipedia.org
auf  Island; aber das ist vielleicht eben mehr die europäische Sicht. Gulfoss, ein mächtiger,erhabener Wasserfall, ebenfalls im tiefen, isländischen Winter besucht, ist fast natürlich belassen worden, mittenmang in der Wildnis und nicht abschaltbar auf Knopfdruck durch vorgeschaltete Turbinenwerke. Und ohne Frankenstein und Kingkong.
American Falls

Die kleine Icelandair hat hier übrigens eine große Werbekampagne gelauncht, hat so etwas von Aufmucken gegenüber dem größeren Bruder und jetzt darf jeder mal raten, was neben der Blue Lagoon zu sehen ist.

Donnerstag, 3. April 2014

Niagara

Männerfrühstück Ich bin einen Tag länger geblieben und Mr. Somal hatte nichts dagegen. Heute gibt's Frühstück bei Al. Al residiert an der Hauptstrasse und ist leicht zu finden. Ab 7h serviert er Frühstück.

"Wait to be seated". Eine in Deutschland etwas verloren gegangene Etikette; erinnert ein wenig an meine Ausflüge in das damalige andere Deutschland, hier warten, sie werden plaziert. Schlecht muß das nicht sein und ich bekomme den besten Platz am Fenster mit Blick auf Shell.
Ich bin hier zum Männerfrühstück, keine halben Sachen, ich will das volle Buffet. Lachs, Brötchen, Croissants, Käse, Eier. Orangensaft. Und das für 7$. Nach einer Woche darben und Mr. Somal's Papp Continental, mal zur Abwechslung die Lust auf Genuß.
Essen hält Leib und Seele zusammen.
Gut, Kanadier frühstücken anders. Es gibt hier keine Brötchen, keine Butter, keinen Käse. keinen Krydersild.

Man langt ungeniert in die Wärmeplatten und fährt gebratenen Schinken, Eierstich, Eierstich mit Pilzen, Eierstich mit Gemüse, Omeletts, in Fett geschwenktes Toast, dicke Fleischscheiben auf und noch weitere 3 fettgebackene Delikatessen, die, obwohl süß, aus Versehen auch im Heinz Ketchup landen. Yeah. Heinz Ketchup. Erinnert an die frühere Heinz-Kampagne "Heinz, seven steaks for the Tigers".
Frühstück in Kanada.
Die Servicekraft kommt alle paar Minuten mit einer Kaffeekanne vorbei, would like some more Coffee?
 
All you can eat. Allerdings reicht es schon nicht mal mehr für einen zweiten Gang in der ersten Stunde. Meine Mitesser am Nebentisch sind da von robusterer Natur. Welche Enttäuschung.
Der Magen revoltiert, mich verlangt nur noch nach ein wenig griechischem Joghurt mit Früchten. Und Luft zum Atmen. 

Darfs noch etwas sein?, Ja, einen doppelten Schnaps zum verdauen, 2 x "Rennie räumt den Magen auf " und 'ne Packung Simvastatin.

Und um mal mit einem ollen Klischee aufzuräumen, nicht alle Nordamerikaner sind dick. Die Bedienung z.B. wirkt nahezu anorektisch im Vergleich zu  den meisten ihren Kunden hier. Möglicherweise ist sie vom Essen ausgeschlossen. Aber im Ernst, ich will gar nicht mit Steinen werfen, selbst mit 13 kg Übergwicht gesegnet, ist mir bewußt, dass in Deutschland die Hälte seiner Einwohner übergewichtig ist. 
Es gibt viele Al's hier, aber für die nächste Zeit ist der Bedarf nach Al's Frühstück vollständig gedeckt und etwas positives hat die Sache zum Schluß dann doch; bis zum Abend kommt kein Hungergefühl mehr auf und Fettwerte werden auch überbewertet.
 

Mittwoch, 2. April 2014

Niagara, ein großartiger Vergnügungspark

das kanadische Super 8 in Niagara
Ernährungsfragen. Da hab ich mich doch ein wenig verkühlt gestern und das Knie muckt auch, war wohl nicht so ohne der gestrige Abend. 
Zugegeben, es war eine Schnappsidee gleich am ersten Tag alles zu zeigen, und dann auch noch in einer unbekannten Gegend, im Winter. Aber was macht das schon, wenn nach einer Nacht im riesigen Bett einem ein Continental breakfast erwartet.
Ich persönlich bevorzuge skandinavisches Frühstück, weil das ist mit Fisch, wegen Omega und so. Was für eine Vorfreude auf Eier, frischen Brötchen, Obst, etc.
Souvenirs Jäger's heaven

Rainbow Bridge
American Falls
Candian Falls auch Horseshoe Falls
Leider hat sich die Herrn Somal's Putzfrau krankgemeldet und er mußte umstellen auf Plastik. Hätte ich nicht solche Vorfreude gehabt, ich hätte gegrinst. Hej, und wo sind die Eier? Nein, es ist alles aus Plastik, Plastikteller, Styroporbecher, Marmelade, 3 Scheiben Pappbrot, Erdnußbutter, der Saft, schmeckt, wie direkt wie aus dem Niagara nebenan umgeleitet. Ich brauche eine ganze Weile bis ich meine Enttäuschung vergessen habe. Continental breakfast. Niagara Falls ist eine Ausflugsstadt und liegt am gleichnamigen, 56 km langen Fluß, der den Erie mit dem Ontariosee verbindet. Wikipedia.org NiagaraRiver .

Auf der anderen Seite des Flusses liegt Obama Country. Land-of-the-free. Zwei Brücken führen über den Fluß und man soll es nicht denken, mal eben rüber machen, nein, sie nehmen das hier durchaus ernst, ein Grenzübertritt, wie nach  Skandinavien, ist hier mal gar nicht.

Ursprünglich war genau das der Plan, durch State New York     wieder nach Quebeck zu fahren, aber die beschriebenen amerikanischen Bedingungen erlaubten aus taktischen Gründen keine Einreise.
am der Rand der Hufeisen Fälle

Niagara, sprich Nei-aggra, und nicht wie auf deutschenglisch Nei-a-ga-ra, das führt zu stirnrunzeln, what?, ist eine Retortenstadt. Alles hier ist dem Entertainment gewidmet. In der Hochsaison stürmen über 10.000 Urlaubende den Ort täglich. Und so sieht das hier auch aus. Auf dem Weg zum Super 8, etwa 3 km von den Fällen entfernt, befindet sich ein Motel nach dem anderen und alle haben sie jeweils die besseren Preise. Unweit der Fälle liegt Clifton Hill, ein seit dem 17. Jh durch Europäer besiedelter Ort, der eine Art Disney World ist. Es wirkt befremdlich für Norddeutsche. 
An jeder Straßenecke wird mit Musik und Lautstärke um die, in dieser Jahreszeit spärlichen, Gäste geworben. Alle großen Verpflegungsketten sind hier angesiedelt, dazu ein Casino, das seit 1990 legales Glückspiel betreibt, ein Jahrmarkt, nebst Riesenrad, Frankenstein's  Gruselkabinett fehlt genauso wenig wie ein Wachsfiguren Museum. Die Fälle scheinen ein  wenig in den Hintergrund zu rücken.


Niagara, wo sind bloß die Fälle

Auf dem Highway 81
Willkommen im kanadischen Durchschnitt.
Zu Beginn eine Binse, die den Tag prägen wird. 
  • Ontario ist viel größer als Deutschland
  • Die Menschen haben eine grundsätzlich unterschiedliche Lebensweise, als wir sie haben.
  • Sie halten fahrradfahren für einen Luxus, den man in seiner Freizeit an warmen Tagen ausübt, das Fahrrad gilt als Alltagsgerät und ist hier für die meisten undenkbar. 
Der Tag beginnt um 08:00h und ich mache mich aus dem Staub, es ist kühl, aber ich komme gut in Tritt.
Tourstart

Michael schätzt Tim`s Kaffee
Schulbussflotte driver wanted
Sherbourne zum See und dann die Lakeshore, immer in der Nähe des Sees bleiben. Biker, die ich treffe fahren Expressräder, Hollandrad fährt hier keiner. Und auch nicht diese Fehlentwicklung der E-Bikes. Schnell spüre ich die Folgen des Winters, teilweise sind die Abwasserschächte in Fahrradnähe eingebrochen. Nicht  nur Lübeck hat winterbedingte Straßenschäden. Aber so unglaublich es klingt, es wird nicht gehupt. Ich tanze vor Lastern und Berufspendlern mit meinem schweren Rad, aber es gibt keine Anzeichen von Nervosität. Rushhour in Toronto, alles verstopft, aber die Kanadier nehmen es gemächlich. Es gab in diesen Tagen nicht eine Begegnung eines zu schnell abbiegenden PKW's an einem Fußgängerweg.

Nach 20 min sehe ich zum ersten Mal den See. Es ist kühl, durch den eistreibenden See wird die auflandziehende Luft zusätzlich abgekühlt. Nach 35 km zu Tim ins Cafe. Ellinor skypen, die leider nicht abnimmt, stattdessen erscheint Michael, der das Rad und meine Idee begeistert aufnimmt. Er kommt zweimal am Tag zu Tim und auf meine Frage warum er seinen Kaffee nicht zu Hause trinkt, erklärt er mir die soziale Funktion von Tim's Kaffeebude hier in seinem Kiez. Dann bin ich wirklich in den Vororten. Und jetzt ist es wie man sich das vorstellt. Einfamilien Holzhäuser, Doppelgarage, die Strassen unendlich lang. Hier wohnt der kanadische Durchschnitt.  Im Gegensatz zu Deutschland wird die Stromleitung ausschließlich oberirdisch geführt. Endless roads, das endet schlagartig, als ich auf eine Kreuzung komme und meine Strasse als Auffahrt zum QEW wird, dem 8spurigen Highway Queen Elisabeth Way,  Wikipedia.org.Queen Elizabeth Way der den Südosten Ontarios durchpflügt. Keine Fahrradfahrer. Schlimmer noch, ich stehe ratlos, weil die Kreuzung so plötzlich kam und gab es keine
QEW
Vorhinweise. Ja und nu? Es gibt keine Regionalbeschilderung, wie wir das aus Norddeutschland kennen.

Montag, 31. März 2014

Toronto Fotoalbum



Unfotografierbar RogersCenter
Die Woche ist vorbei, der Tag geht in die 11. Stunde pm, wenn man auf einer Tour zu lange verweilt, schleicht sich ein Gefühl von och-warum-eigentlich-weiter, hier-is-doch auch schön. Zuviel Behaglichkeit lähmt den Antrieb. Die Strasse ruft, am Montag steht die erste Etppe an. Dann wird sich zeigen, was das Rad taugt.
Am letzten Tag zeigt sich Toronto noch einmal von seiner allerfeinsten Seite. Die 6 Tage sind zu kurz für eine Stadt, in der man meist mit dem überstsreckten Kopf durch midtown läuft. Eine faszinierende Stadt, in die Höhe gebaut, das Alte teilweise mit absoluter Härtnäckigkeit verleugnend. Ich habe den Innenstadtgürtel nicht verlassen, nur 20% ihrer gesamten Größe. Nach 6 Tagen sind die Knochen und Füße wund und fangen an weh zu tun, egal wie oft ich die Schuhe wechsle.
Der Herr gab dem Menschen 2 Beine, hätte er gewollt, das er viel läuft, hätte er ihm 6 gegeben.
Alle schwärmen vom Frühling, vom Sommer, wenn die Stadt lebt und die unterschiedlichen subburbs ihre ganze Vielfältigkeit nach außen tragen. Ich war schlichtweg ein wenig zu früh hier.
Baseball Stadium Rogers Center Source:jmsteelgroup.com

 Der harte lange Winter mit Januarminustemperaturen um 40° hat die Leute geschafft.  Für mich war es wie in einem Rausch, berauscht auch ohne Alkohol. Erst eine Woche hier, aber wenn das so weiter geht mit der Menge an Eindrücken, dann ist das nicht durchhalten. Also Leute ehrlich, sollte ihr gerade mal nach einer Städtereisedestination suchen, Toronto war ein irrer Trip.
Zum Schluß, ich hab doch aufgerüstet. Seit mehreren Wochen hatte ich die Homepage des MEC studiert und dabei jedesmal geflissendlich die Buchstaben Co op übersehen. Wer lesen kann,... so stand ich also an der Kasse mit meiner Airzound III, der mit 115 db lautesten Fanfare im Fahrradbereich und die Frau an der Kasse faselt etwas von Genossenschaft, lebenslanger Mitgliedschaft. Ich begreife langsam, alles Genossenschaftler, hmm, mußte wohl Mitglied sein.

 Auch das noch. Und sie läßt es einfach nicht gelten, meinen Einwurf, dass ich wohl nicht wieder komme. Ja, sagt, überhaupt kein Problem. no problem to order via web. Ich hab's dann aufgegeben, ihr den Einwand mit den Portokosten CAN-D zu erklären. Take it or leave it. Damit ist das Kapitel Toronto beendet zum Schluß noch einige Fotos, für alle dies mögen; (der Bericht des Spiels der Leafs gegen Detroit folgt später)
Obama Fan Würstchenverkäufer







vis-a-vis Union station


RBC Center Hauptzentrale


Du willst es, Du kriegst es


Toronto midtown, Helikopter Einspieler während des Eishockey Live views



aus Alt mach Neu


Eaton Gallery von Süd nach Nord





Nachbahrschaft ist alles


Union Plaza


Tatortreiniger Toronto
da will gut überlegt sein, Koreanischer oder sibirischer Ginseng?


Toronto General Hospital


Financial district Toronto wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten