tramps like us, baby we were born to run...[Bruuuuce1975]

Anmerkung: Wir stellen das Blog jetzt wieder online, um noch ausstehende Korrekturarbeiten abzuschließen.
Ausserdem sollen später Inhalte dieses Blogs in das neue Projekt übernommen werden.

[Arbeitstitel] ukrainisch/russiche Notizen 2016 unter blogger


Montag, 31. März 2014

Toronto Fotoalbum



Unfotografierbar RogersCenter
Die Woche ist vorbei, der Tag geht in die 11. Stunde pm, wenn man auf einer Tour zu lange verweilt, schleicht sich ein Gefühl von och-warum-eigentlich-weiter, hier-is-doch auch schön. Zuviel Behaglichkeit lähmt den Antrieb. Die Strasse ruft, am Montag steht die erste Etppe an. Dann wird sich zeigen, was das Rad taugt.
Am letzten Tag zeigt sich Toronto noch einmal von seiner allerfeinsten Seite. Die 6 Tage sind zu kurz für eine Stadt, in der man meist mit dem überstsreckten Kopf durch midtown läuft. Eine faszinierende Stadt, in die Höhe gebaut, das Alte teilweise mit absoluter Härtnäckigkeit verleugnend. Ich habe den Innenstadtgürtel nicht verlassen, nur 20% ihrer gesamten Größe. Nach 6 Tagen sind die Knochen und Füße wund und fangen an weh zu tun, egal wie oft ich die Schuhe wechsle.
Der Herr gab dem Menschen 2 Beine, hätte er gewollt, das er viel läuft, hätte er ihm 6 gegeben.
Alle schwärmen vom Frühling, vom Sommer, wenn die Stadt lebt und die unterschiedlichen subburbs ihre ganze Vielfältigkeit nach außen tragen. Ich war schlichtweg ein wenig zu früh hier.
Baseball Stadium Rogers Center Source:jmsteelgroup.com

 Der harte lange Winter mit Januarminustemperaturen um 40° hat die Leute geschafft.  Für mich war es wie in einem Rausch, berauscht auch ohne Alkohol. Erst eine Woche hier, aber wenn das so weiter geht mit der Menge an Eindrücken, dann ist das nicht durchhalten. Also Leute ehrlich, sollte ihr gerade mal nach einer Städtereisedestination suchen, Toronto war ein irrer Trip.
Zum Schluß, ich hab doch aufgerüstet. Seit mehreren Wochen hatte ich die Homepage des MEC studiert und dabei jedesmal geflissendlich die Buchstaben Co op übersehen. Wer lesen kann,... so stand ich also an der Kasse mit meiner Airzound III, der mit 115 db lautesten Fanfare im Fahrradbereich und die Frau an der Kasse faselt etwas von Genossenschaft, lebenslanger Mitgliedschaft. Ich begreife langsam, alles Genossenschaftler, hmm, mußte wohl Mitglied sein.

 Auch das noch. Und sie läßt es einfach nicht gelten, meinen Einwurf, dass ich wohl nicht wieder komme. Ja, sagt, überhaupt kein Problem. no problem to order via web. Ich hab's dann aufgegeben, ihr den Einwand mit den Portokosten CAN-D zu erklären. Take it or leave it. Damit ist das Kapitel Toronto beendet zum Schluß noch einige Fotos, für alle dies mögen; (der Bericht des Spiels der Leafs gegen Detroit folgt später)
Obama Fan Würstchenverkäufer







vis-a-vis Union station


RBC Center Hauptzentrale


Du willst es, Du kriegst es


Toronto midtown, Helikopter Einspieler während des Eishockey Live views



aus Alt mach Neu


Eaton Gallery von Süd nach Nord





Nachbahrschaft ist alles


Union Plaza


Tatortreiniger Toronto
da will gut überlegt sein, Koreanischer oder sibirischer Ginseng?


Toronto General Hospital


Financial district Toronto wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten






Toronto - Begegnungen

In Canada noch im Dienst: das legendäre Bonanzafahrrad
Und noch eine witzige Begegnung. Mehr was für die Jungs von at-Fahrräder, best bike store in town, Jungs, Euch würden hier die Augen übergehen.

Mitten im Chinatown. Morgens hatte ich einen Versuch gestartet, eine Fahrradkarte für das südliche Ontario käuflich zu erstehen.
Um es kurz zu machen, sie entschuldigten sich wieder und verwiesen mich an die local dealers in town.
Auf dem Weg nach Kensington Market fiel der Blick dann auf den Laden von Onkel Jakob in der Spadina.

italienische Edelware beim Onkel am Haken

Man sollte einfach seinem Instinkt vertrauen, wenn man das Ladenschild länger betrachet. A great shop for less - klingt nicht Edel, kann nicht Edel sein.
Wer soetwas an die Tür nagelt, will nicht mit modernen Elektrorädern reich werden. Egal, die Neugier treibt herein.
Rohwaren Lager, sorry, Werkstatt

Kaum inside kommt kumpelhaft der Onkel auch schon  auf mich zu. Mal ehrlich, hier wird Vertrauen noch groß geschrieben. Der Habitus dieses Recken wirkt ehreinflössend. Eine Radfahrlegende. Und er hat jede Menge Auswahl. Campa, Shimano, Ralleighs, Coppi's, alles da, what ever you want. Preis je nach Zustand ~$700. Italienische Edelware am Haken. Zwar sind wir in der Technik ein klitzekleines Stückchen weiter, aber hier ist der Fachhandel für die Rahmenunterrohrschaltung. Er hat alles am Lager und erlaubt bereitwillig Fotos. Herrliche edle italienische Renner aus den späten 70er. Er gewährt auch Einblick in seine Fachwerkstatt. Der asiatische Facharbeiter war allerdings leider nicht zu einem Fotoshooting zu bewegen.
Zum Schluß verrät er mir sein Erfolgsgeheimnis: I am making money with shit, you know what I mean?, Yeah, die Höflichkeit verbietet hier leider eine direkt Übersetzung. Ein echter Kumpeltyp.
Onkel Jakob in seinem Reich

Toronto - Begegnungen

Internationale Geburtstagsparty im Haus. Leonardo, seit längerem on-the-road, er stammt aus Quilpe, einer Stadt mit 170.000 E in Chile, soweit ich erinnere ist er Lehrer und  hat einen ergeizigen Plan: er will Bürgermeister seiner Stadt werden. Dafür will er vorher viel von der Welt gesehen haben. Freitag hatte er nun Geburtstag und irgendwie wußte es jeder im Hostel. Er lud zu einem kleinen Umtrunk und es gab sogar Bier aus Canada. So saßen wir aus Chile, Brasilien, England und Deutschland zusammen. Zugeschaltet war seine Familie aus Quilpe/Chile via web. Es kam jedoch nicht allzu große Stimmung auf, bis endlich Gerri erschien.


Gerri hat ein warmes Herz und mit ihren schätzungsweise 50 Jahren so viel erlebt, dass es für 2 Leben reicht und, wie so mancher hier im

Hostel, eine spannende Lebensgeschichte zu bieten. Vor allem hat sie einen Traum. Dieser Traum geht so: eines Tages habe ich mir so viel Geld mit Strassenmusik zusammelgespielt, dass ich in Toronto ein Cafe mit schwedischen Cookies eröffnen kann. Dabei empfindet sie es nicht als Manko, niemals bisher in Schweden gewesen zu sein.
Zugegeben ein gewagte Bussiness Idee. Nach ihren Angaben braucht sie 5000.- Dollar, die sie zusammen spielen will. Nüchtern mag man argwöhnen, dass es ein wenig dauern könnte, bis sie ihr Ziel erreicht hat. Und so nahm sie ihre Gitarre und die Party bekam eine schöne Wendung. Sie hat eine wunderschöne Bluesstimme.

Am nächsten Tag hatte Gerry wieder einen Auftritt im AirCanada Center zum Heimspiel der Maple Leafs. Wir haben sie leider verpasst. Sie kam zwei Stunden später vor Freude strahlend zurück, die Hände voller Münzen. Sie kommt ihrem Traum näher.
P.S. Heute traf ich sie wieder, in der Yonge Street; wie jeden Sonntag ist in der Haupteinkaufsstrasse verkaufsoffener Sonntag. Die Stadt war voller Menschen und auf dem Yonge Square bereicherten etliche Selbstdarsteller die Szenerie. Aber es lief nicht gut.

Mehrere Stunden versuchte sie vergebens gegen Sirenen, Strassenlärm und die elektrisch verstärkte Konkurrenz an zu singen. Sie wird in ihr Bussiness investieren müssen. Die Leute liefen vorbei, ohne etwas zu geben, hätten sie nur Ahnung, das sie die Stadt schneller um ein schwedisches Spezialitätengeschäft bereichern würden.

Toronto - Begegnungen

Vorsicht scheint geboten, hinter dem Zaun sind Zombies
Begegnungen am Freitag.
Da sitzt man morgens mit einer gepflegten Tasse Jakobs Coffee rich, Jakobs Rache, gegen die jede Magenschleimhaut aufgibt, und dann steht er in der Tür. Ein Hühne, mit wirren Harren, mit Ökoshirt und nicht zu übersehendem Bauch, auf dem Weg zur Dusche, und wir kommen in smalltalk als ich frage, what ar you doin' here?
Und er sagt, I sing opera. Nein! Und ich denke, ich werf mich weg. Jetzt nur keinen Lachanfall bekommen, der größere Bruder Paul Pott's steht vor mir.
Es ist Norman aus Ottawa, der sich hier im Hostel für sein Engagement am nächsten Abend vorbereitet.
mit Kanada Pudelmütze im Bühnenanzug
Er singt am Abend die Hauptrolle des Albert(bar.) im Werther, einer Oper von Jules Massenet(1892) Wikipedia.org Werther

Jetzt echt, mir war das gerad' nicht präsent, also mußte ich mich für die nächste Unterhaltung vorbereiten. Er nimmt's liebevoll mit Humor, ansonsten hat er auch die Zauberflöte von Mozart und Verdi in seinem Repertoire.
I (want to) sing opera, vor einigen Jahren wurde dieser Satz des damaligen mobilephone-salesman, Paul Pott, während der TV Sendung, britain's got talent zu einem der meist gesehenen Videos auf YouTube. Cool, dieses Hostel bietet auch um 7:30h morgens jede Art unerwarteter Bekanntschft. 
Leider blieb er nur 3 Tage, zu kurz, um eine Einladung nach Deutschland aussprechen zu können. Norman ist auch Biker und verbringt einige Wochen mit dem Zelt in der Gegend um Ottawa, Oddawa, wie sie hier sagen, mit mindestens 4 "D's", der Hauptstadt Kanadas, etwa 5 Stunden mit der Eisenbahn entfernt. Und ich glaub' ihm das. Ich glaub' jetzt alles hier im hostel. So, Norman, if you read this, please contact me back, we have got a standing invitation for you.
Die Aufführung war übrigens ein riesen Erfolg. I sing opera...

Sonntag, 30. März 2014

Der erste Kraftakt des Frühlings

Toronto, Sonntagmorgen, der letzte Tag. Nur kurz für jetzt, ich will die letzten Stunden noch einmal to town. 
We 're online again, Yeah, dank an die Google supporters.
Sorry, dafür dass ihr, unter Umständen, es genervt, öfter, ohne Erfolg, versucht habt.



Ich hatte erst gar nicht gemerkt, selbst Luke hat sich inzwischen gemeldet, was denn da los sei, blog abgestürzt, ist ja so überflüssig wie 'ne Pustula am Podex, um mal gebildet zu wirken, kann ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen, aber das externe Kalender Gadget, das von Anfang an dabei ist, scheint gestört zu haben.
 
Das Rad ist nun montiert, Adam ist not amused, es nimmt jetzt den Platz in seiner Werkstatt vollständig ein, hmm, im Vergleich zu den Rädern hier in der Stadt, vielleicht hätte ich ihn drauf vorbereiten sollen.
Gepackt ist auch, letzte Wettervorhersagen sprechen von 11° am Montag Mittag.
Draußen ist blauer Mittagshimmel und strahlender Sonnenschein. Holt die Sonnenschirme raus, die Sonne strahlt mit den Einwohner um die Wette.
Später mehr.....
CN Tower Bodenareal mit Canada Aquarium, Wartezeit am Einlass um 15:00h, 15min

Freitag, 28. März 2014

Toronto Yonge street


Breaking news auf der Jagd nach neuen Stories
Kommt her, die ihr mühselig und beladen seid [Mt.11.28]
Toronto 4. Tag. Yonge street. Die Bloor kreuzt die Yonge hier um die Ecke, ein wenig widerstrebend zu einer ollen Shopping Meile, nicht doch zu irgendwelchen H&M, Zara etc.stores und dann entwickelt sich der Tag doch zu einem spannenden Erlebnis. Zuerst nach Norden. Man kann die Yonge street nicht belaufen. Als John am Abend beiläufig erwähnt ist die längste Strasse der Stadt, ahne ich nicht was er damit meint. Wikipedia.org YongeStreet
Die Ähnlichkeit ist gewollt mit der Piazza
 former Railwaystation Toronto North
Ein Gebäude mit Turm in der Ferne wirkt geradezu magisch anziehend, obwohl ich eigentlich in die andere Richtung will. 

Von weitem ähnelt der Turm stark dem Companile auf dem Markusplatz. Als ich ihn endlich erreiche, stellt er sich als der alte Nordbahnhof heraus, abandoned Railwaystation Toronto North. Irgendwann aufgegeben, mit viel Liebe renoviert und heute Host für einen LCBO store. Alcohol lovers heaven, hier in der Yonge. Mit sichtlichem Stolz zeigen sie mir die alten Inschriften und Fotos in den ehemaligen Warteräumen der verschiedenen Klassen. In den alten Fahrkartenschaltern ist heute chilenischer Merlot zu haben. Durch die ehemaligen Gleiszugänge erreicht man die Biermesse. 
Yeah, alles ist zu haben, sogar die in der Familie beliebte goldene Henne aus Slovakia. (El's Lieblingsbier, eigentlich goldener Fasan)

Donnerstag, 27. März 2014

Toronto - Ernährungsfragen

Und Abends ein Bier.
Der 3.Tag steht an. Eine Stunde geskyped mit El in Salla/Soumi. Salla scheint deutlich mehr Winterfreuden zu bieten, als Toronto. Wahnsinn, eine Tonqualität, wie aus dem Nebenzimmer und das 8000 km entfernt.

Mit der Subway in den Westen der Stadt. Der vermeintliche Dollar ist ein Vierteldollar.
Die Frau an der Kasse lacht mit mir um die Wette, als ich lässig versuche zu bezahlen. Nüchtern wirkt das hier und betagt, so richtig frisch sieht das nicht aus. Und natürlich kein Vergleich mit der herrlichen Metro in Piter. Nachdem die meisten Fragen sich schon am Vortag geklärt haben, bleibt nun Zeit für Freizeit und Besichtigung. Anders als in typischen Hostels europäischer Metropolen, mit gitarrespielenden Backpackers, ist hier nix mit leisure.


Spadina Ave Chinatown
Hier wird früh aufgestanden und dann sind alle aus dem Haus. Ich bleibe als der einzige Freizeitliche im Haus zurück. Dann kommt die polnische Putzfrau.  Billiger Wohnraum in downtown ist knapp und privatrooms in Hostels auch, jeden Tag bitten vergebens Leute um Aufnahme. Abends ist um 10:00 h Zapfenstreich. Berufstätige aus aller Welt, die wenigsten sind Canadier. Gestern abend ein langes Gespräch Chile/England/Deutschland über Immigration und Assimilierung. Zwei Lehrer aus Norwich/UK verglichen die Situation mit einem Bürgermeister nördlich von Santiago de Chile.


Toronto Ikea - entdecke die Möglichkeiten

Nur für heute Abend, weil Deutschland ohnehin schläft. Neues von "Eiki" - wird jetzt notorische Autofahrer weniger beeindrucken, aber für alle Fahrrad-Lasten-Fahrer habe ich neues von IKEA Canada entdeckt.
Die haben's schwer drauf, die canadischen Schweden, bieten jetzt sogar ein Fahrrad-Anhänger an, mit 26 x 1,75 MTB Rädern. Selbst zusammenbaubar mit Vierkant Aluminium. Wie gesagt, 5 x vertreten in Greater Toronto. Vielleicht auch bald in Lübeck erhältlich.
IKEA, pardon Eiki - discover every possibility.

Mittwoch, 26. März 2014

Toronto - Besorgungen

Alldays Hostel Selby Street
Tag 2, Toronto, 07:43 am
Die wichtigen Erlebnisse des gestrigen Tages kurzgefasst:
*größten Mobilfunkanbieter besucht,
*die Bloor hochgelaufen bis nach Korea,
* das Äquivalent des Rigaer Central Marktes besucht,
*An der Universität entlang zu den Hochhausschluchten des
   Finanzdistrictes,
* Globetrotter in Canada besucht,
*den größten Buchladen der Welt,
*Kommunikationsprobleme bei Mcdoof
*Aldi entdeckt
Festgestellt, das am Abend das Netz hier im AllDays zusammenbricht, weil alle noch mal schnell Mails checken .

Aber der Reihe nach, zunächst, die meinen das ernst, feels like -9° sind wirklich eisige Temperaturen und wenn man in CPH sich die Hose im Rausch zerreist, ist im Fundus nicht mehr allzu viel zu finden. Also die lange Winterradhose angetreckt und durch die Strassen gefroren. Durch die Bloor und um ihre
Bloor east
Hochhäuser pfeift einem der Wind nur so um die Beine. Klare, kalte Winterluft. Die Sonne um 10:00h eignet sich nicht zur Wärme.Vereinzelt liegen vermummte menschliche Wesen auf dem Trottoir und halten die Hand auf. Alle 20min, spätestens, muß ich die Sache abbrechen und in einen Laden huschen, um aufzuwärmen.


etwas für jede Religionsgemeinschft Bahai Toronto
1.Station Rogers Canada, das can. Pendant der Telekom. Die Nr. 1, ich trage meinen Wunsch vor und die Rogerslösung heißt prepaidplan. Make your plan with or without data. Die lowbudget Lösung gibt es bei eigenem Smart für ca.33€/mon., data kostet extra. Billiger gibt's nicht beim Platzhirsch. Für eine sms/tag nach Germany liege ich damit bei fonic, das ist der Wahrheit, baby, deutlich billiger,  da ist dann notfalls auch ein Telefongespräch drin, also vergiß es. Dennoch ich hab was gelernt, wenn man nicht gleich auffallen will, dann sagt man hier nicht British Columbia, sondern nur leicht genuschelt, I wanna use it also in BC. Ja, und da wurden die Aussagen über die Erreichbarkeit deutlich vager, zum Yukon gab's dann auch gar keine belastbare Aussage mehr.


Alles,was die Welt nicht braucht
Zwischendurch gibt´s Bikercops zum Fotographieren, die frierend an der Strasse stehen, sie entdecken meine Bikehose und führen stolz ihre Ausrüstung am Rad vor. Wo ich hin will, na nach BC.
Die Bloor entlang nach Westen und ich stolpere zum Aufwärmen in Honest Eds, eine Institution hier im Westen der Bloor, sieht man schon vom Weiten einen ganzen Block belegend. Eine grelle Hausfassade kurz vor dem Korea subburb und drinnen eine Mischung Rigaer Central Markt und Budapester 3 Tiger Markt.


Montag, 24. März 2014

Tag Zero+

12:00h Kopenhagen, Sonnenschein, die Frisur hält...




6:00h morgens, Frank in Toronto. Die Anspannung ist gewichen. Das mit dem posten von unterwegs klappt nicht so richtig, weil 1x wifi Probleme und 2. zu dicke Finger für'nen Samsung;  ich sehne mich nach einem Senioren Telefon. In Ellinor´s Überlebenspacket finde ich zur großen Freude 2 Tütchen Cappucino, das erspart mir um die Uhrzeit den Gang zum 24h -open MC Donald direkt neben an.
CPH: auch wenn man alles besprochen hat und den Abgang sauber geplant hat, am Ende bleibt bloß Stille, man sieht sich in die Augen und die Unfähigkeit jetzt den letzten richtigen Satz zu sagen, macht den Moment so schwer. Ein letzter Blick und die Security ist erreicht.


Tag Zero

Tag Zero 08:00h. Manchmal habe ich das Gefühl, ich besitze das Geschick für schlaffreie Intervalle.




Verpackungsmaterial spiel keine Rolle
Dank der verbraucherfreundlichen Öffnungszeiten hier in CPH konnten wir gestern beim weinfachkundigen dunkelhäutigen Lidl Mitarbeiter unseres Vertrauens gegen 21:45h eine herrliche Flasche Cabernet Sauvingnon mit Schraubverschluß erwerben. Geschlafen habe ich trotzdem nicht, obwohl Ellinor aus puren Altruismus mir den Wein fast gänzlich überließ. Um 2:42h hätte ich topfit aufstehen können; allein wir hielten es noch bis 5:30 aus. Zeit zum Denken. Gegen 6:15h begann Phase eins: Bringe den überlasteten Hackenporsche und das Bike zum Bahnhof,  versuche ohne zu stolpern in den Zug hinein zu kommen. Inzwischen haben wir Phase zwei hinter uns. Gepäckabgabe ohne Zusatzkosten.  Die Gewebetüten verschwanden innerhalb der ersten Stunde ohne Probleme in den tiefen des Molochs. Von einem Fahrrad wußte erartungsgemäß niemand, obwohl ich dreimal mit Icelandair gesprochen hatte und es sogar auf dem Ticket steht. Aber, es gibt doch einen Gott und alles ist innerhalb 5 min erledigt. Bisher gab es auch noch keinen Aufruf: Mr. F. Ostertag, please come immediately to the custom office. Dann Schalter 50, Sperrgutannahme. Mit reichlich Knüllfolie und in ca.100 m XXL
Frischhaltefolie verpackt, gaben wir um 07:50h  das teure Stück in hilfreiche indische Hände. Keine Frage, 24 kg-Fahrräder sind unhandlich, aber wie der Officer BlueFox II durch die Sperrgutannahme manövrierte, gibt Anlaß zur Sorge. Ohohoh today Toronto? Yes,yes, na hoffentlich. Und nun hätte die Anspannung abfallen können, und es alles gut werden können, aber es gibt eben Dinge die passieren grundsätzlich zur Unzeit. Einmal falsch gebückt und mein geliebter tschechischer Zwirn hat im Gesäß-Frontbereich einen nicht zu übersehenden 30cm langen Riss. Einmal mitten durch. Yep. Beim Aufladen auf die Gepäckkarre. Wenn es nicht so unpassend wäre, hätte ich mir vor Lachen auf die Schenkel geschlagen (lol) und überhaupt, Ellinor hatte immer etwas gegen diese, gern von tschechischen Wanderern getragenen, Beinkleider. Die Ersatz 3/4 Hose nun herauszuwühlen, schien auch nicht von praktischer Art, zumal eine 3/4 Hose bei 8°minus später am Abend in Toroto auch nicht originell ist. Also muß Ellinor zurück ins Hotel und ihre Jogginghose herausrücken; immerhin, damit fühle ich mich schon fast wie zu Hause.

Nun sitzen wir und warten auf Phase drei des heutigen Tages, Security control, Abschied nehmen, die schwierigste Phase des Tages. das Boarding von Flug FI603 beginnt um 12:50h...

Sonntag, 23. März 2014

Schreckliche Gewichtsvermehrung

Mein Freund Hussein würde sagen Walla, Ich schwör,...
Ich habe es immer und immer wieder getan. Wollte keinen Fehler machen. Kofferwaage genommen, draußen auf den Hof und Blue Fox II aufgehängt. 21,5 kg. Die "PolenTüten", ähm, Entschuldigung, die aserbeidschanischen Gewebetaschen, immer wieder gewogen, es hatte gepasst. Nun, 10h vor Abfahrt ist alles zu schwer. Entweder die Waage ist nun kaputt oder es hat eine schreckliche Gewichtsvermehrung gegeben. Wie auch immer; es läßt sich nichts mehr ändern, morgen früh ist showdown. Und notfalls muß man eben blank ziehen, wie mein Freund Klaus so sagt. Raus die Karte mit dem guten Namen.
Heute jedenfalls war schon mal Probelaufen. 10:00h mit der seit 2007 existierenden Metro zum Flughafen, der an der Magistrale Kopenhagen - Malmö ganz im Osten der Stadt liegt. Die Metro fährt führerlos ohne Begleitpersonal, was einem sofort bei Einfahrt des schneeweißen Zuges auffällt, da im vermeintlichen Führerstand Passagiere in 2er Reihen sitzen. Ungeübt beschleicht einem ein Gefühl von Metro des Grauens, die außer Kontrolle durch die Röhren rast.
Source:welcome-to-my-Copenhagen.com
Der Flughafen wirkt ebenso automatisch, an jeder Ecke Automaten zum Selbsteinchecken. Ich sag's ja nicht gern, aber für mich sind Flughäfen Neuland. Und dann auch noch Einchecken mit Extend Baggage. Mein Lieblingsreisevehikel sind Ostseefähren, da kenn ich mich aus.
Kopenhagen Airport Terminal 2
 Letztlich hat alles gut geklappt, wir fanden uns gut zurecht, bis wir zum Absschluß eben auch selbst einchecken wollten und da passierte es, die Flugreservierung war nicht zu finden. Nix mit Frank Ostertag, gar nix. Der Puls steigt, der Blutdruck auch, Schweiß bricht aus, ich werde nervös, was nun, aber es hilft nix, immer und immer wieder taucht der Name nicht auf.
In solchen Momente kritisiere ich mich mit demselben Adjektiv, das Hamburger Bankberater zukünftigen Lehmann Kunden vor deren Pleite als Klassifizierung gaben, A und D, alt und dumm.
Es dauert eine herzinfarktnahe Ewigkeit bis SAS Personal uns helfend erreicht und erklärt Selbst-checkin erst 22h vor dem Abflug möglich. Der Blick fällt auf die Uhr, 25h to go. Also noch so'n Ding...
In nicht mal 8h wird es jetzt ernst, ich ertappe mich bei dem surrealen Gedanken morgen Abend bis du in Toronto, deine Reise beginnt jetzt wirklich.

Freitag, 21. März 2014

---'tramps like us, baby we were born to run.

Gesprungen...


ICE 33 Hamburg to Copenhagen H is leaving Lübeck Central






 
Es geht los,  wheels are turnin'... 
Liebe Familie, Freunde, Kollegen,
es ist soweit, das Projekt ist heute morgen gestartet; gegen 09:00h haben wir  das Haus verlassen und sind auf dem Weg mit dem ICE nach Kopenhagen/Dk.
Dank der Unterstützung unserer Freunde, im Abteil
Lukas bleibt als Stallwache zurück.
Wenn alles klappt, werden wir gegen 14:30h, Ortszeit in Kopenhagen sein.
Copenhagen's old traditional harbour Nyhavn
Source: wikipedia.org Kipling GO station
Nächster Event ist dann am Montag der Icelandairflight Fi 603 CPH-KEF-YYZ; bis dahin versuchen wir die Lage vor Ort noch einmal ganz unentspannt zu genießen und das Nervenflattern unter Kontrolle zu halten. Vielleicht strahlt ja, die für Kopenhagen typische, lässige Lebensweise ein wenig auf uns ab..
Planmäßige Ankuft Toronto ist 18:55h, Ortszeit [Ortszeit Toronto ist -5h LübeckZeit]. 
Das Hostel hat einen Pickup-service organisiert. Mr. Adam Wazwaz wartet in der Lobby auf mich. Bei bis zu 30 ankommenden Maschinen in der 18. Stunde des Tages hat es etwas von hoffentlich. Sollte das Handy versagen, bat ich ihn auf folgende Person zu achten, männlich, 2m groß mit 2 XXl Gewebetaschen und einem Fahrrad untern Arm. So viele wird's wohl nicht geben.
Source: wikipedia.org regionalairport Kuusamo KAO
Source: wikipedia.org TTC subway
Es wird eine spannende Angelegenheit und hängt stark von dem Zeitaufwand beim Zoll und der Immigration auf dem Flughafen, dem nachfolgenden Zusammenbau, auftakeln und der dann vorherrschenden Temperatur in der Nacht ab. 
Na hoffentlich finden die mich, sonst bleibt doch nur die Fahrt zur 11 km entfernten Kipling Subway  in der Nacht. Für den Fall habe ich gestern noch einmal Garmin Daten heruntergeladen. Eine andere Option wäre die "Gerd-Karte" auszuspielen und in der Nacht auf dem Flughafen bleiben. 
Source:wikipedia.org Hwy20 near Kuusamo

Ellinor wird dann einen Tag später, am Dienstag, über Helsinki nach Kuusamo fliegen und von dort Busshuttle nach Salla Tunturi nehmen, was bestimmt nicht weniger aufregend ist, bis sie endlich "ihre" Hütte erreicht hat. Die Northernlights- Vorhersage sieht im Moment ganz brauchbar aus. Zur Zeit herrschen dort übrigens lässige -22°.Yeah, Winterfreuden des einen, Radfahrsorgen des Anderen
So ist der Plan.
Google maps: Pearson
Und hier kurz für Freunde des geordneten deutschen Radwegeverkehrs, sollte es auch irgendwelchen Gründen dann mit dem Pickup doch nicht klappen: es scheint ganz einfach zu sein. In Kanada herrscht Helmpflicht für Biker, also Helm auf und mittendrin, als nur dabei. Der Silver Dart Drive Bildrand unten rechts ist ca. 10 km von der Subway Endhaltestelle "Kipling" entfernt.

Toronto Pearson Airport Source: Google.com
Und noch etwas zum Schluß: quasi eine Vorabentschuldigung, sollte doch Fahrwetter kommen, bleibt vielleicht nicht immer die Zeit, in einem MC Donalds on the road, jeden Fehler im Post auszubügeln.

Donnerstag, 20. März 2014

Reiseunfertig

Probegetragen: tough Sherpa Ellinor Norgay(lol)

Der letzte Tag. 
12 Stunden vor Abfahrt, Abschied in Raten, der Anfang macht die heimische Lübecker Vertrautheit.
Am Vorabend der großen Reise.

Sollte jemand von Euch öfter den Zählerstand betrachtet haben: ich kann es kaum glauben. Fast 3700 Klicks. Ich bin nicht zu Hause und in der Welt der likes und klicks  hatte ich selbst bei optimistischen Hoffnungen nicht mehr als 500 bis heute gerechnet, diese Zahl war schon früh übertroffen. Also dafür ersteinmal vielen Dank. 


Dienstag, 18. März 2014

Servicewüste Deutschland

Lübeck Grand central
Less than 3 days, nichts als dauernd unerwartet neue auftretende Hindernisse, als ob die Anspannung nicht schon groß genug ist. Vieles läuft zur Zeit wirklich nicht optimal.

Servicewüste würde Thomas sagen.
 Als Ellinor mich gestern vom Bahnhof abholte, schwante uns das Unheil bereits. Zwar standen ausreichend Vans wartend auf dem Vorplatz, jedoch alle mit Sitzen ausgestattet.
Heute morgen wurde dann klar, so elegant, wie ich mir das vorgestellt hatte, alles auf´n Mal mit dem Taxi zum Zug, wird nicht klappen.
Das Service-Telefon angerufen, immerhin konnte ich zweimal tatsächlich sagen, ich würde auch ein Fahrrad transportieren wollen, das erste Gespräch, endete jedoch genau nach diesem Halbsatz.
 Ja, da sind wir schlauer, einen leeren Van gibt es nicht als Kraftdroschke; Sitze umklappen, Fahrrad hinten raus, dieser Service ist nicht zu haben. Muß doch auch Leute geben, die mal größere, längere Dinge transportieren, anscheinend aber nicht in Lübeck. Mann, ist das ärgerlich. Hmm.
Bike hochkant, Hausflur versperrt
Das hatte ich nun wirklich anders geplant.
Aber wie schon gesagt, wenn wir bereits bei der 2,6 km langen zum Lübecker Hauptbahnhof scheitern, brauchen wir gar nicht erst losfahren

Machen wir es also wie immer; holen einen Hackeporsche raus, reissen den Transportsack ab und schnallen das edle Stahlross einfach hochkant darauf fest. Dezent in der Mittagszeit, probegelaufen, geht doch! Eigentlich kein Problem, warum bloß erst über Taxis nachdenken. Ellinor muß nun leider nur alleine nachkommen mit dem Auto. Zwei große Taschen werden ja eventuell im Taxi zu transportieren sein.